Ernährungsrat


Wer sind wir?

Der Ernährungsrat Berlin ist der zivilgesellschaftliche Zusammenschluss von Akteur*innen, die sich für die ökologisch nachhaltige, sozial gerechte Nahrungsproduktion und -verteilung im Raum Berlin einsetzen. Wir verstehen uns als ein Bündnis, das zivilgesellschaftliche Positionen und Forderungen für ein zukunftsfähiges Ernährungssystem öffentlich vertritt und ihnen zu politischer Geltung verhelfen will.

Vom politischen Konzept der Ernährungssouveränität ausgehend, wollen wir die Ernährungsstrategie der Zukunft für Berlin entwickeln. Wir werden Wege weisen und Instrumente dafür finden, dass unsere Ideen zum Vorteil aller Wirklichkeit werden können.

Daraus abgeleitete politische Forderungen richten wir vornehmlich an den Berliner Senat und die Brandenburger Landespolitik. Zugleich aber schließen wir die notwendigen Weichenstellungen auf bundesdeutscher, europäischer und internationaler Ebene mit in unsere Betrachtungen ein. Großen Handlungsbedarf sehen wir überall, etwa in den verschiedenen Feldern der Stadtplanung und Landwirtschaftspolitik, in der Aus- und Weiterbildung und bei demokratischen Mitbestimmungsmöglichkeiten.

Warum eigentlich ein Ernährungsrat?

Es lässt sich nicht länger leugnen: Wie Lebensmittel hierzulande hergestellt und konsumiert werden, ist weder nachhaltig noch gerecht. Wir produzieren und konsumieren im Übermaß, werfen zu viel weg und nehmen die weltweite Ausbeutung von Menschen und Natur für unseren verschwenderischen Konsumstil wie selbstverständlich in Kauf.

Wir verbrauchen rund um den Globus zu viel an Ressour­cen wie Boden, Wasser, fossile Energie. Und wir schaden damit unserer Umwelt, dem Klima und unserer Gesundheit. Obwohl dieses System ganz offensichtlich so nicht zukunftsfähig ist, wird es politisch weiter gefördert. Alternative Ansätze und Ideen müssen dagegen oft große strukturelle Hürden überwinden.

Immer mehr Berliner*innen wollen dies ändern und das derzeitige Ernährungssystem in ein zukunftsfähiges verwandeln. Die Stadt Berlin hat sich mit der Unterzeichnung des Milan Urban Food Policy Pact im Herbst 2015 selbst zur Schaffung eines nachhaltigen und gerechten Ernährungssystems verpflichtet.

Der Ernährungsrat Berlin für eine zukunftsfähige ­Ernährungs- und Landwirtschaftspolitik in der Region ist ein breites Bündnis von Bürger*innen. Es tritt mit dem Ziel an, den zukunftsfähigen Wandel des Ernährungs­systems in der Region aktiv voranzutreiben.

Zur Mitarbeit im Ernährungsrat eingeladen sind alle, die den zukunftsfähigen Wandel des Ernährungssystems in der Region aktiv vorantreiben und mitgestalten wollen.

Die Ende 2016 angetretene rot-rot-grüne Berliner Regierungskoalition hat im Koalitionsvertrag fest­gelegt, gemeinsam mit dem Berliner Ernährungsrat u.a. eine zukunftsfähige, regional gedachte Berliner Ernährungsstrategie entwickeln.

Netzwerk


Der Ernährungsrat Berlin wird von Initiativen, Organisationen und Unternehmen unterstützt:

INKOTA-netzwerkInstitut für WelternährungFördergemeinschaft Ökologischer LandbauMarkthalle NeunAugust Bebel InstitutSlow Food BerlinSlow Food Youth BerlinObergudtÖkonautenBerliner TafelFood AssemblyMundraubAG Stadt & ErnährungBündnis Junge LandwirtschaftPrinzessinnengarten & NachbarschaftsakademieGrüne Liga BerlnBüro für Kulinarische MaßnahmenProjekt Ernährungswende

     

Neuigkeiten


Infobrief Februar 2019

Das Jahr 2019 hat ernährungspolitisch schon so einiges mit sich gebracht! Hier sind unsere Neuigkeiten: Ernährungsstrategie – wo bleibt die Ernährungsdemokratie? Die Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung hatte für den 20. Februar eingeladen, um über „den fortlaufenden Prozess der Entwicklung der Berliner Ernährungsstrategie“ zu informieren und erste Ergebnisse vorzustellen. Anlässlich der Veranstaltung haben wir …

Der Weg zu einer gemeinsamen EU Ernährungspolitik

Bislang bietet die gemeinsame Europäische Agrarpolitik (GAP) keine ausreichenden Lösungen auf die großen Herausforderungen des Klima-, Umwelt- und Tierschutzes oder des weit verbreiteten Höfesterbens. Dabei wären die politischen Einflussmöglichkeiten enorm, denn rund 40 Prozent des EU-Haushaltes gehen in die Agrarsubventionen. Jetzt wurde ein neuer Bericht veröffentlicht, der als Gegenentwurf eine grundlegende Reform hin zu einer …

Offener Brief an Senator Behrendt und Staatssekretärin Gottstein

Anlässlich der Veranstaltung zum aktuellen Stand der Berliner Ernährungsstrategie, ausgerichtet durch die Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung, an diesem Mittwoch (20. Februar), hat der Sprecher*innenkreis des Berliner Ernährungsrats einen Offenen Brief verfasst. Er richtet sich an Senator Behrendt und Staatssekretärin Gottstein und meldet in einigen Punkten Gesprächsbedarf an, u.a. zu Bürgerbeteiligung, Transparenz, der Ausgestaltung …