Ernährungsrat


Ernährungswende selber (mit)machen? Kandidiere jetzt als Sprecher*in für den Ernährungsrat Berlin!

Du willst aktiv werden für gutes, gerecht geteiltes Essen in Berlin? Klimagerecht, sozial gerecht, bis 2030? Die Wahl zum neuen Sprecher*innenkreis im Ernährungsrat Berlin ist Deine Chance: Kandidiere jetzt!

Ab sofort kannst Du Deine Kandidatur für den Sprecher*innenkreis des Ernährungsrats Berlin anmelden! Die Wahl findet voraussichtlich am 18. Mai (17:30-20:30 Uhr) bei der Vollversammlung des Ernährungsrats statt. Bitte lass Dich von der gegenwärtigen Lage nicht von einer Kandidatur abhalten, denn gerade jetzt wachsen die Chancen, Dinge in Zukunft anders zu machen. Sollten wir uns aufgrund von Corona im Mai nicht versammeln können, werden wir erwägen, die Wahlen online durchzuführen.

Warum Du kandidieren solltest und was Du tun musst, um Deine Kandidatur bekannt zu geben: Mehr Info.

„Im Ernährungsrat kommen alle zusammen: Produzent*innen, Verarbeiter*innen, Konsument*innen. Aus Stadt und Land. Mit Ideen und Visionen. Damit diese Wirklichkeit werden können, ist persönliches Engagement von jeder und jedem gefragt!”
(Willi Lehnert, Bündnis Junge Landwirtschaft, Sprecher 2016-2018)

Dass unser Ernährungssystem Umwelt und Klima schadet und weder für Erzeuger*innen noch Konsument*innen gerecht ist, wissen wir schon länger. Jetzt kommt es darauf an, entschlossen und schnell genug zu handeln. Damit die Ernährungswende für Berlin und darüberhinaus nicht länger aufgeschoben wird. Damit Essen von hoher Qualität wirklich für alle verfügbar wird. Und damit die Politik mehr tut als bisher und – entsprechend unseren Forderungen –  tatsächlich bis 2030 eine klima- und sozial gerechte Ernährungswende in Berlin vollzieht!

“Faire und regionale Bio-Lebensmittel aus Brandenburg für Berlin: Damit dies kein Traum bleibt, braucht es Ernährungsräte! Vielfältig denken, gemeinsam etwas bewegen und der Politik Beine machen. Es lohnt sich!”
(Marita Wiggerthale, Oxfam, Sprecherin 2016-2018)

Um das zu erreichen, haben wir 2016 den Berliner Ernährungsrat gegründet.  Als zivilgesellschaftlichen Zusammenschluss von Bürger*innen, die Druck machen für den zukunftsfähigen Wandel des Ernährungssystems in der Region. Unser Rat wird von einem ehrenamtlichen Sprecher*innenkreis gelenkt. Er arbeitet einerseits inhaltlich-strategisch  und vertritt unsere Positionen nach außen und gegenüber der Politik, Und andererseits initiiert und begleitet er die Aktivitäten und Projekte des Ernährungsrats.

Warum Du kandidieren solltest und was Du tun musst, um Deine Kandidatur bekannt zu geben: Mehr Info.

Kannst Du Kandidat*in sein?

Du bist nicht einverstanden mit dem alten Ernährungssystem, weißt, was sich ändern muss und hast Dich entschieden, selbst, aktiv und gemeinsam mit Gleichgesinnten für die nötigen Veränderungen zu sorgen? Damit ist die wichtigste Voraussetzung für Deine „Wählbarkeit“ schon erfüllt! Dazu kommt natürlich auch Dein Spaß am gemeinsamen Engagement für die gute Sache und – nicht ganz unwichtig – genug Zeit, um regelmäßig dabei zu sein und kontinuierlich Verantwortung für Aufgaben und Prozesse zu übernehmen, die Dir besonders am Herzen liegen! Das setzt für uns übrigens auch voraus, dass Berlin Dein Lebensmittelpunkt und Hauptwirkort ist.

Im Übrigen steht das Sprecher*innenamt im Ernährungsrat Berlin allen offen: Jede natürliche Person kann kandidieren, egal welchen Alters, Geschlechts, welcher Herkunft, Haar- oder Hautfarbe und egal, was Dein Lieblingsgericht ist ;-).

Aber: Wir sind Teil einer freien, offenen und demokratisch verfassten Gesellschaft und wollen es bleiben! Menschen mit rassistischen, antifeministischen, nationalistischen, reaktionären, identitären oder anderen antidemokratischen, menschenverachtenden Ideen im Kopf kommen daher nicht als Bewerber*innen in Betracht!

Warum Du kandidieren solltest und was Du tun musst, um Deine Kandidatur bekannt zu geben: Mehr Info.

Warum Du kandidieren solltest und was Du tun musst, um Deine Kandidatur bekannt zu geben: Mehr Info.

Wer sind wir?

Der Ernährungsrat Berlin ist der zivilgesellschaftliche Zusammenschluss von Akteur*innen, die sich für die ökologisch nachhaltige, sozial gerechte Nahrungsproduktion und -verteilung im Raum Berlin einsetzen. Wir verstehen uns als ein Bündnis, das zivilgesellschaftliche Positionen und Forderungen für ein zukunftsfähiges Ernährungssystem öffentlich vertritt und ihnen zu politischer Geltung verhelfen will.

Unser Ziel ist es, den zukunftsfähigen Wandel des Ernährungs­systems in der Region aktiv voranzutreiben. Vom politischen Konzept der Ernährungssouveränität ausgehend, wollen wir die Ernährungsstrategie der Zukunft für Berlin entwickeln.

⇒ Im Oktober 2017 haben wir unter dem Titel “Ernährungsdemokratie für Berlin! Wie das Ernährungssystem der Stadt demokratisch und zukunftsfähig relokalisiert werden kann” einen Forderungskatalog veröffentlicht. Mehr Info dazu und zu unseren weiteren Positionen.

⇒ Zur Mitarbeit im Ernährungsrat eingeladen sind alle, die den zukunftsfähigen Wandel des Ernährungssystems in der Region aktiv vorantreiben und mitgestalten wollen. Mehr Infos zum Mitmachen im Ernährungsrat.

Was wir machen

Wir übersetzen zivilgesellschaftliche Positionen und Forderungen für ein zukunftsfähiges Ernährungssystem in politische Forderungen und vermitteln diese an die Berliner und Brandenburger Landespolitik. Durch unsere Podcast-Reihe „Wir sind schon mal los! Ernährungswende live“ stellen wir unsere Forderungen durch das Porträtieren von Menschen, die bereits diese Forderungen durch ihre Arbeit umsetzen. Bei unseren Mittagstischen bringen wir Mitbürger*innen aus allen Ländern, neue und alte Nachbar*innen an einen Tisch zusammen für ein leckeres Mittagessen aus regionalen und ökologischen Zutaten – weil Essen über kulturelle Grenzen hinweg verbindet. In der Regiowoche haben wir 50.000 Schüler*innen an über 275 Berliner Schulen mit bio-regionalen Mahlzeiten versorgt. Wir setzen uns dafür ein, dass in allen Berliner Kiezen LebensMittelPunkte entstehen – offene Orte, an denen überwiegend regionale, hochwertige Nahrungsmittel gehandelt, gelagert, verarbeitet, gekocht und gegessen werden. Wir organisieren Veranstaltungen, z.B. zu bio-regionaler Schulverpflegung und zu mediterraner Esskultur.

Hier gibt es mehr Infos zu unseren Aktivitäten

Warum eigentlich ein Ernährungsrat?

Es lässt sich nicht länger leugnen: Wie Lebensmittel hierzulande hergestellt und konsumiert werden, ist weder nachhaltig noch gerecht. Unser derzeitiges Ernährungssystem führt uns in die Sackgasse,  doch politisch wird es weiter gefördert. Alternative Ansätze und Ideen müssen dagegen oft große strukturelle Hürden überwinden.

Ernährungsräte wollen genau das ändern.  Sie schaffen Räume, in denen die Bürger*innen einer Region sich die Bestimmungsmacht über die Art und Weise, wie Lebensmittel produziert, verarbeitet und vermarktet werden, zurückholen können. Der ehemalige Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen für das Recht auf Nahrung Olivier de Schutter beschreibt Ernährungsräte als die „Ausübung politischen Einfallsreichtums“. Genau den Einfallsreichtum, den es für eine umfassende Ernährungswende braucht!

Netzwerk


Der Ernährungsrat Berlin wird von Initiativen, Organisationen und Unternehmen unterstützt:

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Neuigkeiten


Sprecher*innen-Wahl: Infos für Kandidat*innen

Alle zwei Jahre wird der Sprecher*innenkreis auf der Vollversammlung von allen Engagierten und Aktiven des Ernährungsrats neu gewählt: Am 18. Mai – wenn Corona uns lässt – finden also zum dritten Mal Wahlen bei uns statt. Kandidiere jetzt und gestalte den Ernährungsrat, seine Positionen und Aktivitäten aktiv mit! Gemeinsam erreichen wir die Ernährungswende! “Ein zukunftsfähiges …

Kommt mit uns auf die Straße! Wir haben es satt!-Demo (18. Januar)

Kommt am Samstag 18. Januar mit uns auf die Straße: Für eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung, für insektenfreundliche Landschaften und globale Solidarität. Bei der 10. Wir haben es satt!-Demo im Januar fordern wir mit Zehntausenden auf der Straße: Agrarwende anpacken, Klima schützen – Wir haben die fatale Politik satt! 2020 stehen wichtige Entscheidungen für …

Pressemitteilung: Wassersuppe statt Nährwert: Berliner Senatsplänen zur Ernährungswende fehlt der strategische Weitblick!

Justiz-Senator Behrendt, in dessen Ressort laut rot-rot-grünem Koalitionsvertrag eine „zukunftsfähige und regional gedachte Ernährungsstrategie“ für Berlin entwickelt werden soll, will am morgigen Mittwoch seinen im Abgeordnetenhaus gebilligten „Aktionsplan“ dazu veröffentlichen. Der Ernährungsrat Berlin beurteilt die darin enthaltene Skizzierung von Handlungsfeldern als grundsätzlich nützlich für das Vorankommen einer Ernährungswende in Berlin. Allerdings fehlt dem Vorschlag das …