Ernährungsrat


Ernährungswende selber (mit)machen?

Corona macht uns allen das Leben schwer. Im Mai hatten wir die Wahlen zum Sprecher*innenkreis auf die Herbst-Vollversammlung verschoben – und nun können wir für den 28. Oktober schon wieder nur zu einer Online-Versammlung einladen und müssen die Wahlen erneut verschieben. Aber wir schmieden Pläne für eine Übergangsperiode, die wir gemeinsam mit den alten Sprecher*innen und den Kandidat*innen für die Neuwahlen gestalten wollen, bis wir uns wieder live treffen und wählen können.

Warum keine Online-Wahlen? Wir meinen, dass die Wahlen zum Sprecher*innenkreis des Ernährungsrat nur live stattfinden können, damit die gewählten Sprecher*innen hinterher auch wirklich das Vertrauen der ernährungsengagierten Menschen aus Berlin und der Region haben; und das Mandat, den Ernährungsrat zu vertreten. Hier gibt es mehr Info, zu den Gedanken, die wir uns gemacht haben.

Ich wollte eigentlich noch kandidieren – was nun?  Immer her mit Deiner Kandidatur! Hier steht, was es dafür braucht. Wenn Du hinter den Zielen und Positionen des Ernährungsrats stehst, dann melde Dich auf jeden Fall – denn wir wollen gerne gemeinsam mit möglichen neuen Sprecher*innen die Übergangsphase gestalten, bis wir wieder live Wahlen abhalten können. Wie genau dieser Übergang aussehen kann, wissen wir noch nicht – sicher ist nur, dass wir nicht weiter im „eigenen Saft“ der bisher amtierenden Sprecher*innen braten wollen. Wir haben uns bereits mit allen in Verbindung gesetzt, die bisher ihre Kandidatur eingereicht hatten und melden uns auch bei Dir, wenn Du Deine einschickst. 

Wer sind wir?

Der Ernährungsrat Berlin ist der zivilgesellschaftliche Zusammenschluss von Akteur*innen, die sich für die ökologisch nachhaltige, sozial gerechte Nahrungsproduktion und -verteilung im Raum Berlin einsetzen. Wir verstehen uns als ein Bündnis, das zivilgesellschaftliche Positionen und Forderungen für ein zukunftsfähiges Ernährungssystem öffentlich vertritt und ihnen zu politischer Geltung verhelfen will.

Unser Ziel ist es, den zukunftsfähigen Wandel des Ernährungs­systems in der Region aktiv voranzutreiben. Vom politischen Konzept der Ernährungssouveränität ausgehend, wollen wir die Ernährungsstrategie der Zukunft für Berlin entwickeln.

⇒ Im Oktober 2017 haben wir unter dem Titel “Ernährungsdemokratie für Berlin! Wie das Ernährungssystem der Stadt demokratisch und zukunftsfähig relokalisiert werden kann” einen Forderungskatalog veröffentlicht. Mehr Info dazu und zu unseren weiteren Positionen.

⇒ Zur Mitarbeit im Ernährungsrat eingeladen sind alle, die den zukunftsfähigen Wandel des Ernährungssystems in der Region aktiv vorantreiben und mitgestalten wollen. Mehr Infos zum Mitmachen im Ernährungsrat.

Was wir machen

Wir übersetzen zivilgesellschaftliche Positionen und Forderungen für ein zukunftsfähiges Ernährungssystem in politische Forderungen und vermitteln diese an die Berliner und Brandenburger Landespolitik. Durch unsere Podcast-Reihe „Wir sind schon mal los! Ernährungswende live“ stellen wir unsere Forderungen durch das Porträtieren von Menschen, die bereits diese Forderungen durch ihre Arbeit umsetzen. Bei unseren Mittagstischen bringen wir Mitbürger*innen aus allen Ländern, neue und alte Nachbar*innen an einen Tisch zusammen für ein leckeres Mittagessen aus regionalen und ökologischen Zutaten – weil Essen über kulturelle Grenzen hinweg verbindet. In der Regiowoche haben wir 50.000 Schüler*innen an über 275 Berliner Schulen mit bio-regionalen Mahlzeiten versorgt. Wir setzen uns dafür ein, dass in allen Berliner Kiezen LebensMittelPunkte entstehen – offene Orte, an denen überwiegend regionale, hochwertige Nahrungsmittel gehandelt, gelagert, verarbeitet, gekocht und gegessen werden. Wir organisieren Veranstaltungen, z.B. zu bio-regionaler Schulverpflegung und zu mediterraner Esskultur.

Hier gibt es mehr Infos zu unseren Aktivitäten

Warum eigentlich ein Ernährungsrat?

Es lässt sich nicht länger leugnen: Wie Lebensmittel hierzulande hergestellt und konsumiert werden, ist weder nachhaltig noch gerecht. Unser derzeitiges Ernährungssystem führt uns in die Sackgasse,  doch politisch wird es weiter gefördert. Alternative Ansätze und Ideen müssen dagegen oft große strukturelle Hürden überwinden.

Ernährungsräte wollen genau das ändern.  Sie schaffen Räume, in denen die Bürger*innen einer Region sich die Bestimmungsmacht über die Art und Weise, wie Lebensmittel produziert, verarbeitet und vermarktet werden, zurückholen können. Der ehemalige Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen für das Recht auf Nahrung Olivier de Schutter beschreibt Ernährungsräte als die „Ausübung politischen Einfallsreichtums“. Genau den Einfallsreichtum, den es für eine umfassende Ernährungswende braucht!

Netzwerk


Der Ernährungsrat Berlin wird von Initiativen, Organisationen und Unternehmen unterstützt:

INKOTA-netzwerkInstitut für WelternährungFördergemeinschaft Ökologischer LandbauMarkthalle NeunAugust Bebel InstitutSlow Food BerlinSlow Food Youth BerlinObergudtÖkonautenBerliner TafelFood AssemblyMundraubAG Stadt & ErnährungBündnis Junge LandwirtschaftPrinzessinnengarten & NachbarschaftsakademieGrüne Liga BerlnBüro für Kulinarische MaßnahmenProjekt Ernährungswende

     

Neuigkeiten


Einladung zur Online-Vollversammlung | 28.10. | 18-21 Uhr

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Stellt Eure Projekte auf der Aktionskonferenz vor: Jetzt anmelden für den Inspirationskessel!

Gutes und klimafreundliches Essen für alle Berliner*innen – das ist unserer Vision! Auf der Aktionskonferenz „Wie ernährt sich Berlin 2030 klima- und sozialgerecht?“ bringen wir viele Menschen und Initiativen aus Berlin und Brandenburg zusammen, die etwas bewegen wollen. Damit möchten wir einen starken Impuls setzen. Wir starten Projekte und geben dem Thema Ernährung politisches Gewicht. …

Bewirb Dich jetzt für unseren Science Slam!

Wissenschaft und Politik formulieren mit zunehmender Dringlichkeit einen deutlichen Handlungsauftrag: Wir müssen unsere regionalen Ernährungssysteme nachhaltiger gestalten und wir müssen damit jetzt beginnen! Was das genau für eine Stadt wie Berlin bedeutet, ist konkret zu denken und umzusetzen. Dabei gilt: In Berlin und weltweit gibt es schon viele spannende Initiativen, und Projekte, die zeigen, wie …