Kongress: Ernährungsdemokratie jetzt!

10. –12. November 2017, Alte Lohnhalle, 45309 Essen.

Die bestehenden Ernährungssysteme sind kein Naturgesetz – wir können sie ändern! In lokalen Ernährungsräten oder ähnlichen Initiativen können wir mitbestimmen, wie unser Essen produziert, verteilt und verwertet wird, und wir können auch die Ernährungspolitik aktiv beeinflussen.

Die ersten beiden Ernährungsräte im deutschsprachigen Raum sind 2016 in Berlin und Köln entstanden. In vielen weiteren Städten und Regionen im deutschsprachigen Raum gibt es Pläne für ähnliche Initiativen. Wir wollen uns gegenseitig inspirieren und voneinander lernen.

Als Auftakt für ein dauerhaft tragfähiges Lern- und Aktionsnetzwerk soll das Wochenende uns dabei unterstützen, selbständig Ernährungsräte zu gründen und weiter zu entwickeln. Lasst uns jetzt gemeinsam beginnen mit dem nötigen Wandel – denn Ernährungsdemokratie geht uns alle an!

Vorläufige Kurzfassung des Programms:

  • Freitag Abend: Pioniergeist – von anderen Ernährungsräten lernen (mit internationalen Referent*innen).
  • Samstag Vormittag: Los geht’s – Kennenlernen der verschiedenen Ernährungsinitiativen im deutschsprachigen Raum und Infomarkt
  • Samstag Nachmittag: Do It Yourself – Welche Erfahrungen bringen uns weiter, welche Hürden müssen überwunden werden, was motiviert und inspiriert uns
  • Samstag Abend: Party – Ernährungsouveränität feiern!
  • Sonntag Vormittag: Lessons Learned – Was haben wir gelernt, welche Ressourcen haben wir, welche weiteren brauchen wir?
  • Sonntag Nachmittag: Zukunftspläne schmieden – wie machen wir gemeinsam weiter?

Das komplette Programm findet Ihr demnächst hier, wer sich jetzt schon anmelden oder bei der Vorbereitung mitarbeiten möchte, schreibt bitte an anmeldung@tasteofheimat.de

 

Ernährungspolitik kommt in der Mitte der Stadt an

Während in Berlin die Implementierung einer kommunalen Ernährungsplanung im Koalitionsvertrag der Regierungskoalition von SPD, Linken und Grünen verankert, aber die Umsetzungsperspektive noch völlig ungewiss ist, entwickeln sich in anderen deutschen Städten vielfältige Initiativen zwischen Zivilgesellschaft und Verwaltung zur Umsetzung lokaler Ernährungspolitik.

Das auflagenstarke Bioladen-Magazin Schrot & Korn berichtet in seiner April-Ausgabe anschaulich über die Ideen und Ansätze.

Die Süddeutschen Zeitung hat ausführlich über den entstehenden Ernährungsrat München berichtet, der ein breites Spektrum der Stadtgesellschaft anspricht und auch bei der Verwaltung auf Zuspruch stößt. Weitere Informationen aus München auf den Seiten des Instituts für Welterernährung (IWE) auch im Blog der GLS-Bank.

Ausführlich zur Idee und Praxis der Ernährungsräte und zu kommunaler Ernährungspolitik hier im Überblick. (ut)

Wie isst die Stadt?

Die SPD-nahe kommunale Bildungseinrichtung August Bebel Institut lädt am 26.1.2017zu einem Gespräch mit Margit Gottstein ein, der neuen Berliner Staatssekretärin für Verbraucherschutz und Antidiskriminierung:

»Mehr Lebensmittel aus der Region in die Kochtöpfe der Stadt, weniger Lebensmittelverschwendung, mehr Bio in Kitas, Schulen und Kantinen hat sich der neue Senat ins Pflichtenheft geschrieben. Wie kann eine solche Ernährungsstrategie für die Hauptstadt mit den Bürger*innen erarbeitet werden, wie kann Ernährungspolitik zu einer sozialen und nachhaltigen Stadt beitragen, was sind nächste Schritte und wo kann Berlin von anderen Großstädten lernen?«

Margit Gottstein (Staatssekretärin für Verbraucherschutz und Antidiskriminierung) im Gespräch mit Udo Tremmel (Büro für Kulinarische Maßnahmen und Ernährungsrat Berlin)

Veranstalter
August Bebel Institut, Müllerstr. 163, 13353 Berlin (U+S-Bhf Wedding), Anmeldung erbeten

Veranstaltungsbericht des Instituts für Welternährung