Essen ohne Amazon

Der Onlinehandelsriese Amazon streckt seine Finger nach unseren Kühlschränken aus –  mit seinem Lebensmittel-Lieferdienst Amazon fresh. Damit steigt ein Konzern in den Handel mit frischen Lebensmitteln ein, der unberechenbar und für sein aggressives Marktverhalten bekannt ist.  Datensammelwut, massive Verletzung von Arbeitnehmer*innenrechten, Steuervermeidung in Millionenhöhe und der Ruin vieler kleiner Buchläden verheißen nichts Gutes für die Landwirtschaft und Lebensmittelbranche. Was wir für die Zukunft der bäuerlichen Landwirtschaft brauchen, sind faire Preise und die Unabhängigkeit der Landwirt*innen von Konzernen. Dahin führen kurze regionale Lieferketten und eine Auswahl an Möglichkeiten der Vermarktung – online und offline.

Deswegen unterstützen wir die Kampagne „Essen ohne Amazon! “ von Aktion Agrar!

Hier Appell unterzeichnen

Und hier gibt es mehr Hintergrundinfo

Der Senat lädt zur Kick-off-Veranstaltung für die Entwicklung einer Berliner Ernährungsstrategie

Die Senatsverwaltung lädt am Freitag, 20. Oktober 2017 (10:00 bis 17:00 Uhr) in der Neue Mälzerei (Friedenstraße 91) zur Auftaktveranstaltung für eine neue Ernährungsstrategie.

Ein Ziel der Veranstaltung ist, das Kopenhagener Modell kennezulernen und dessen Umsetzbarkeit und Übertragbarkeit für Berlin zu diskutieren. In Kopenhagen wird die Versorgung in städtischen Einrichtungen zu 90% regional und mit Bio-Lebensmittelns gestaltet – davon kann Berlin sicher einiges lernen!

Auch vom Ernährungsrat Berlin werden wir vor Ort sein und unsere frisch in der Vollversammlung verabschiedeten Forderungen an die Politik vorstellen. Dabei geht es uns natürlich nicht nur um die öffentliche Verpflegung, sondern auch um die Stärkung regionaler Wertschöpfungskreisläufe, vielfältige Versorgungsstrukturen, Lebensmittelverschwendung, Bildung für zukunftsfähige Ernährung, die essbare Stadt Berlin und vieles mehr!

Mehr Info zu der Veranstaltung auf der Webseite des Senats

Anmeldungen über ernaehrungsstrategie@ariadne-an-der-spree.de

 

Vollversammlung 12. Oktober

Am 12. Oktober 17-20 Uhr findet unsere nächste Vollversammlung statt. Der wichtigste Tagesordnungspunkt ist die Verabschiedung unseres Forderungskatalogs an die Politik – des zentralen Dokuments, mit dem wir in den nächsten Monaten mit der Politik in die Diskussion um eine Berliner Ernährungsstrategie einsteigen wollen. Daneben wollen wir gemeinsam überlegen, welche Prioritäten wir für die kommenden Monate setzen und welche Formate der Zusammenarbeit wir dazu wählen wollen. Dazu gehört auch eine Auswertung der bisherigen Arbeit der „Feldarbeitsgruppen“ und ggf. eine Anpassung der Formate. Außerdem gab es in den letzten Monaten ein paar Veränderungen im Sprecher*innenkreis, die wir Euch erläutern möchten und die dann gemäß unserer Satzung von der Vollversammlung bestätigt werden müssen. Wir freuen uns über Anmeldung unter kontakt@ernaehrungsrat-berlin.de.

Ort: Wir treffen uns um 17:00 in Tagungssaal der Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8, 10117 Berlin.

In Kooperation mit:

Jetzt anmelden: Erster Kongress zur Vernetzung der Ernährungsräte

Ernährungsdemokratie jetzt! Erster Kongress zur Vernetzung von Ernährungsräten

10.-12. November 2017 in Essen

Seit in Köln und Berlin im Frühjahr 2016 die ersten beiden Ernährungsräte im deutschsprachigen Raum gegründet wurden, ist viel in Bewegung gekommen – in vielen Städten und Regionen sind Gründungen in Planung, zum Teil stehen sie kurz bevor! Während Ernährungsräte hier noch etwas Neues sind, blicken sie (z.B. als Food Policy Councils) in anderen Teilen der Welt teils auf mehrere Jahrzehnte erfolgreiche Arbeit zurück. Die Ernährungsräte in Köln und Berlin wollen die hiesige, noch junge Bewegung zusammenbringen und vernetzen und gemeinsam von erfahrenen Gründer*innen aus Europa, Nord- und Südamerika lernen. Dazu laden wir für ein Wochenende nach Essen, in die diesjährige Grüne Hauptstadt Europas, ein.

Weiterlesen hier

 

Kongress: Ernährungsdemokratie jetzt!

10. –12. November 2017, Alte Lohnhalle, 45309 Essen.

Die bestehenden Ernährungssysteme sind kein Naturgesetz – wir können sie ändern! In lokalen Ernährungsräten oder ähnlichen Initiativen können wir mitbestimmen, wie unser Essen produziert, verteilt und verwertet wird, und wir können auch die Ernährungspolitik aktiv beeinflussen.

Die ersten beiden Ernährungsräte im deutschsprachigen Raum sind 2016 in Berlin und Köln entstanden. In vielen weiteren Städten und Regionen im deutschsprachigen Raum gibt es Pläne für ähnliche Initiativen. Wir wollen uns gegenseitig inspirieren und voneinander lernen.

Als Auftakt für ein dauerhaft tragfähiges Lern- und Aktionsnetzwerk soll das Wochenende uns dabei unterstützen, selbständig Ernährungsräte zu gründen und weiter zu entwickeln. Lasst uns jetzt gemeinsam beginnen mit dem nötigen Wandel – denn Ernährungsdemokratie geht uns alle an!

Vorläufige Kurzfassung des Programms:

  • Freitag Abend: Pioniergeist – von anderen Ernährungsräten lernen (mit internationalen Referent*innen).
  • Samstag Vormittag: Los geht’s – Kennenlernen der verschiedenen Ernährungsinitiativen im deutschsprachigen Raum und Infomarkt
  • Samstag Nachmittag: Do It Yourself – Welche Erfahrungen bringen uns weiter, welche Hürden müssen überwunden werden, was motiviert und inspiriert uns
  • Samstag Abend: Party – Ernährungsouveränität feiern!
  • Sonntag Vormittag: Lessons Learned – Was haben wir gelernt, welche Ressourcen haben wir, welche weiteren brauchen wir?
  • Sonntag Nachmittag: Zukunftspläne schmieden – wie machen wir gemeinsam weiter?

Das komplette Programm findet Ihr demnächst hier, wer sich jetzt schon anmelden oder bei der Vorbereitung mitarbeiten möchte, schreibt bitte an anmeldung@tasteofheimat.de

 

Ernährungspolitik kommt in der Mitte der Stadt an

Während in Berlin die Implementierung einer kommunalen Ernährungsplanung im Koalitionsvertrag der Regierungskoalition von SPD, Linken und Grünen verankert, aber die Umsetzungsperspektive noch völlig ungewiss ist, entwickeln sich in anderen deutschen Städten vielfältige Initiativen zwischen Zivilgesellschaft und Verwaltung zur Umsetzung lokaler Ernährungspolitik.

Das auflagenstarke Bioladen-Magazin Schrot & Korn berichtet in seiner April-Ausgabe anschaulich über die Ideen und Ansätze.

Die Süddeutschen Zeitung hat ausführlich über den entstehenden Ernährungsrat München berichtet, der ein breites Spektrum der Stadtgesellschaft anspricht und auch bei der Verwaltung auf Zuspruch stößt. Weitere Informationen aus München auf den Seiten des Instituts für Welterernährung (IWE) auch im Blog der GLS-Bank.

Ausführlich zur Idee und Praxis der Ernährungsräte und zu kommunaler Ernährungspolitik hier im Überblick. (ut)