Für mehr Fairness im Lebensmittelhandel!

Lebensmittel sind lebensnotwendig. Gerade in schwierigen Zeiten zeigt sich, wie wichtig eine stabile und krisensichere Versorgung mit vielfältigen und gesunden Lebensmitteln für eine gute Ernährung ist. Ohne ein Ende von Agrardumping, von unfairen Handelspraktiken im Lebensmittelhandel und von einem ruinösen Preiswettbewerb wird es keine nachhaltige und krisensichere Versorgung
mit fair und ökologisch produzierten Lebensmitteln geben können. Daher haben wir gemeinsam mit einem breiten Bündnis ein Positionspapier “Für mehr Fairness im Lebensmittelhandel!” veröffentlicht.

Gundula Oertel, Sprecherin des Ernährungsrates Berlin, bezieht dazu Stellung: „In Zukunft sollte kein Unternehmen reich werden dürfen, indem es Erzeugerinnen und Erzeuger im Preis drückt und Menschen als Lohnsklaven ausbeutet“. Die vollständige gemeinsame Pressemitteilung findet Ihr hier.

Klimademokratie für Berlin – die nächste Krise wartet nicht! Konferenz | 26.-27. Juni

WANN: am 26. und 27. Juni 2020
WO: online

WAS: Programm als pdf
ANMELDUNG: klimademokratie(at)thf.vision
MEHR INFO: auf der
Webseite von THF.VISION  

Auch in Berlin wird es immer heißer. Doch trotz guter Absichten – etwa der Erklärung der „Klimanotlage“ – mangelt es in den zuständigen politischen Gremien der Hauptstadt weiter an konsequenten ressortübergreifenden Maßnahmen zum Klimaschutz und deren konkreter Umsetzung vor Ort.

Gleichzeitig wimmelt es in Berlin von selbstorganisierten, konkreten Klimaschutz-Projekten, -Organisationen und -Netzwerken: Die einen wollen, dass sich die Menschen klimafreundlich ernähren können. Die anderen bereiten die Wärmewende oder den Kohleausstieg vor. Die dritten wollen ihre eigene Nachbarschaft klimaneutral machen. Das zeigt, dass eine bessere partizipative Einbindung der Zivilgesellschaft sinnvoll und nötig ist.

Wir sind Kooperationspartner der Konferenz und organisieren den Workshop: Gemeinsam die Ernährungswende schaffen!

Freitag 26.6. | 14:30-16:00 | mit Annette Jensen und Christine Pohl, Ernährungsrat Berlin

Berlin hat sich als eine der ersten Städte zum Aufbau eines gerechten und nachhaltigen Ernährungssystems verpflichtet – doch bei der Umsetzung hapert es gewaltig. Dass unsere Art zu essen für einen Großteil der Erderhitzung verantwortlich ist, wird kaum beachtet. Das wollen wir ändern. Wir analysieren die Voraussetzungen, damit „klima- und sozial gerechte Ernährung“ Wirklichkeit werden kann. Wir blicken auf die Berliner Wahl 2021 und stellen Forderungen. Nur gemeinsam kann die Stadtgesellschaft die Ernährungswende schaffen, sehr viele müssen mitmachen. Damit selbstorganisierte Umsetzungsprozesse ins Rollen kommen, braucht es gute Rahmenbedingungen – und dafür muss die Politik sorgen.

Konferenzprogramm:

Freitag, 26. Juni 2020
09.30 – 10.00: Kennenlernen und Check-In
10.00 – 11.30: Workshop „Klimanotstand/Klimanotlage Berlin – Was hat´s gebracht und wie geht´s weiter?“ (mit Pia Paust-Lassen, Berlin 21)
12.00 – 13.30: Workshop „Bürgerrat & Co, wie Klimademokratie funktionieren kann“ (mit Oliver Wiedmann, Mehr Demokratie e.V.; Eric Häublein und Jana Bosse, BürgerBegehren Klimaschutz e.V.)
13.30 – 14.30: Mittagspause
14.30 – 16.00: Workshop „Gemeinsam die Ernährungswende schaffen!“
(mit Annette Jensen und Christine Pohl, Ernährungsrat Berlin)
16.30 – 17.30: Impulse von Berliner Initiativen

Samstag, 27. Juni 2020
09.30 – 09.45: Klimapolitischer Spaziergang am Flughafengebäude THF
(mit Heike Aghte, THF.VISION)
10.00 – 10.30: Vorstellung der Ergebnisse aus den Workshops am Freitag
10.30 – 12.00: Podiumsdiskussion „Kurs auf das klimaneutrale Berlin: Wie kann Klimademokratie neue Chancen schaffen?“ (mit Georg Kössler, Grüne/Bündnis 90; Marion Platta, Die Linke; Ülker Radziwil, SPD (angefragt) und Vertreter*innen aus den Workshops; Moderation: Edgar Göll, IZT )
12.00 – 13.00: Mittagspause
13.00 – 14.00: Impulse von Berliner Initiativen

Seid dabei! Meldet Euch gleich hier an: klimademokratie (at) thf.vision

Für die Konferenz kooperieren: Berlin 21, Bürgerbegehren Klimaschutz e.V., KLUG (Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit, Gruppe Berlin), Ernährungsrat Berlin, Klimaneustart Berlin, Klimafreundliche Papageiensiedlung Zehlendorf, Mehr Demokratie Berlin-Brandenburg e.V., Mehrwertvoll e.V., Plenum des Berliner Energietischs, THF.VISION

gefördert von der Berliner Landeszentrale für Politische Bildung

Unsere Beteiligung an dieser Veranstaltung ist möglich durch die finanzielle Unterstützung der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung.

Für die Inhalte unseres Workshops ist allein der Ernährungsrat Berlin verantwortlich

Bericht unserer Online-Vollversammlung

Am 18. Mai 2020 fand unsere erste Online-Vollversammlung per Videokonferenz statt. Insgesamt nahmen bis zu 44 Menschen teil.
Moderation: Christine Pohl
Protokoll: Henrike Rieken, Inka Lange

TOP 0 – Einstieg für neue Interessierte

Vor Beginn des offiziellen Programms stellen wir zunächst den Ernährungsrat Berlin vor. 23 interessierte Menschen nehmen daran teil. Die Präsentation dazu findet sich hier.



TOP 1 – Beginn der Vollversammlung

Wir beginnen mit einer Online-Umfrage.

Es folgt eine Kennenlern- und Austauschrunde in Kleingruppen zu folgenden Fragen: Warst du schon einmal bei einer Vollversammlung und was führt dich heute hierher? Was bedeutet der Ernährungsrat für dich?

Im Anschluss wird die Tagesordnung vorgestellt. Zudem stellt sich die neuen Mitarbeiterin Inka Lange vor, die seit April 2020 zusammen mit Christine Pohl den Ernährungsrat Berlin e.V. koordiniert.

TOP 2 – Updates zu unseren Projekten

Aktionskonferenz Ernährungswende Berlin
Am 19.-21. November planen wir eine große Aktionskonferenz unter dem Arbeitstitel „Vision 2030: Ganz Berlin isst gut und klimagerecht“. Wir wollen zum einen eine Vision zeichnen: Wie sieht ein klima- und sozialgerechtes Berlin 2030 aus? Was braucht es dazu? Die Aktionskonferenz soll der Startschuss für die Umsetzung sein, bei der das Thema Begeisterung, Aufmerksamkeit und Rückenwind in der Stadtgesellschaft erzeugen soll. Dabei sollen vielfältige Menschen konkrete Projekte initiieren und umsetzen.
Wir wollen dabei Aktive aus Ernährungswende-, Klimaschutz- und sozialen sowie gemeinwohlorientierten Bewegungen zusammenbringen, und einen konkreten „Klima-Acker- und Speise-Plan“ entwickeln, der beschreibt, wie wir im Einzelnen zum Ziel aktiv voranschreiten müssen. Er soll konstruktive, praktikable Lösungsansätze beinhalten und durch breit getragene Forderungen und phantasievolle Aktionen politische Entscheidungsträger*innen unter Handlungsdruck zu setzen.

Ihr wollt bei der Vorbereitung und Planung dabei sein? Meldet euch unter aktionskonferenz@ernaehrungsrat-berlin.de – es gibt regelmäßige Videokonferenzen und eine Mailingliste zur Planung der Aktionskonferenz sowie verschiedene Arbeitsgruppen, die einzelne Themen vorbereiten. Das nächste Vorbereitungstreffen findet am 8. Juni um 18:00 Uhr via Videokonferenz statt.

Habt Ihr Tipps für uns, mit wem wir noch sprechen sollten? Wer noch dabei sein sollte? Dann teilt uns auch das unter aktionskonferenz@ernaehrungsrat-berlin.de mit.

FoodSHIFT 2030 – LebensMittelPunkte voranbringen!
Gemeinsam mit thf.vision sind wir Praxispartner im EU-Projekt FoodSHIFT 2030 mit dem Ziel, die Ernährungswende von unten in ganz Europa voranzubringen. Unser Ziel für Berlin ist dabei, LebensMittelPunkte in allen Kiezen in Berlin zu errichten. Dies sollen lebendige, für alle zugängliche Zentren sein, an denen sich alles um klimagerechtes Essen dreht: Produktion, Verteilung, Zubereitung, Essen. Ein Schwerpunkt ist auch die Einrichtung des Ernährungscampus im Tempelhofer Flughafengebäude. So lange es dort aber an politischem Willen mangelt, treiben wir verstärkt LebensMittelPunkte in anderen Kiezen voran und bereiten die Erstellung eines Handbuchs sowie einer Vernetzungs- und Informationsplattform vor.
Ihr wollt mitmachen, bei unseren Aktivitäten oder bei schon bestehenden LebensMittelPunkt-Initiativen? Ihr habt Tipps oder hilfreiche Kontakte (z.B. in Politik oder Medien), die uns helfen können, den öffentlichen Druck zur Nutzung des Flughafens als Gemeingut zu erhöhen? Meldet Euch bei christine.pohl@ernaehrungsrat-berlin.de

Weitere Informationen:
zur Idee der LebensMittelPunkte
zum Ernährungscampus im Flughafen und THF.vision
zum EU-Projekt FoodSHIFT 2030

Alle an einen Tisch
Das Projekt befasst sich mit der Teilhabe von geflüchteten Menschen und anderen marginalisierten Zielgruppen am Berliner Ernährungssystem. Geplant sind mehrere Koch-Events und Mittagstische, um dieser Zielgruppe einen besseren Zugang zum Berliner Ernährungssystem zu ermöglichen und ihre Perspektiven sowie Forderungen an das Berliner Ernährungssystem in stadtpolitische Diskurse einzubringen.
Hier gibts mehr Info zu dem Projekt.
Ihr wollt mitmachen, habt Tipps und hilfreiche Kontakte oder seid generell am Thema “Teilhabe” interessiert? Wendet Euch an: inka.lange@ernaehrungsrat-berlin.de

Koproduktion von Teilhabe und Gemeinwohl
In dem Projekt werden Aushandlungsprozesse zivilgesellschaftlicher Akteure und städtischer Verwaltungen im Themenfeld Umwelt untersucht. Dafür sind mehrere Treffen des Ernährungsrats Berlin e.V. mit dem Bezirk Friedrichshain/ Kreuzberg geplant.
Ihr wollt Euch in dem Projekt einbringen?  Wendet Euch an: inka.lange@ernaehrungsrat-berlin.de

Blick über Berlin hinaus
Die Ernährungsräte in Brandenburg sowie das Bundesnetzwerk der Ernährungsräte werden vorgestellt. Zudem wird vom 3. Vernetzungstreffen berichtet, welches Anfang März 2020 in Bonn stattfand.
Auch unsere Ideen für die Einrichtung von Bürger*innenräten (Mehr info z.B. auf der Seite von Mehr Demokratie e.V.) zur Ernährungswende stellen wir vor.

TOP 3: Verschiebung der Wahlen für die Sprecher*innen des Ernährungsrats Berlin

Die Wahlen für den Sprecher*innenkreis müssen wir leider verschieben. Wahlen sind online schwer zu realisieren, und bei vielen Menschen sind verständlicherweise gerade andere Dinge oben auf der Agenda, so dass sie weder ans Kandidieren noch ans Wählen denken. Doch einerseits braucht der Berliner Ernährungsrat einen möglichst vielseitig besetzten und hochmotivierten Sprecher*innenkreis, und andererseits eine breite Basis, die sich zur Stimmabgabe zusammenfindet. Beides scheint uns im Moment nicht zufriedenstellend realisierbar.
Im Herbst soll zur nächsten Vollversammlung die Wahl (hoffentlich analog) durchgeführt werden. Die Verschiebung der Wahl heißt aber nicht, dass Eure Kandidatur aufgeschoben werden soll – im Gegenteil! Unser Aufruf dazu bleibt deshalb voll in Kraft!
Aktuelle Kandidat*innen für die Wahl finden sich hier.
Alle potenziellen Kandidat*innen sind herzlich dazu eingeladen, sich bereits jetzt an den verschiedenen Projekten zu beteiligen, um den Ernährungsrat Berlin besser kennen zu lernen. In unregelmäßigen Abständen werden zudem Nähkästchen-Gespräche angeboten, bei denen sich interessierte Menschen mit den aktuellen Sprecher*innen persönlich austauschen können – wer Interesse an einem Nähkästchen-Gespräch hat, melde sich bitte an kontakt@ernaehrungsrat-berlin.de

TOP 4: Ernährungswende im Kontext der Corona-Pandemie

In Kleingruppen tauschen wir uns darüber aus, wie eine politische Diskussionsrunde zum Thema „Implikationen von Corona für das Berliner Ernährungssystem“ aussehen kann.
Folgende Fragen werden gesammelt und vorgestellt:
– Wen sollten wir einladen?
– Welche konkreten Fragestellungen sollten wir einbringen?
– Anregungen für eine solche Veranstaltung (Format, Ort, Zeitpunkt?)
Es gründet sich eine Arbeitsgruppe, die mit den Ergebnissen aus der Kleingruppenarbeit weiterarbeiten wird. Bei Interesse an der Aufnahme in die Mailingliste wendet euch bitte an: inka.lange@ernaehrungsrat-berlin.de.

TOP 5: Feedback und Abschluss

Die Feedbackrunde wird mit 29 Teilnehmenden durchgeführt.

Im Anschluss tauschen sich einige Teilnehmer*innen in einem lockeren Ausklang über die Aktionskonferenz und die  Ernährungswende im Kontext der Corona-Pandemie weiter aus. Andere Teilnehmer*innen beenden den Abend mit einem lockeren Gespräch.
Trotz einer erfolgreichen Vollversammlung per Videokonferenz sind wir uns einig, dass wir eine analoge Vollversammlung der digitalen Variante immer den Vorzug bieten werden, sobald dies wieder möglich sein wird. 

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden für ihr Engagement und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen in der Realität ;=).

Einladung: Vollversammlung am 18. Mai

Aktiv sein und bleiben müssen wir gerade jetzt! Corona stellt uns alle vor große Herausforderungen, gleichzeitig wachsen aber auch die Chancen, Dinge in Zukunft anders zu machen.

Am 18. Mai findet deshalb unsere Vollversammlung per Videokonferenz statt:

  • Ab 17:15 gibt es einen Einstieg für Neue: Was ist der Ernährungsrat und was machen wir?
  • Ab 17:45 ist der Raum für die Vollversammlung offen zum Ankommen und Klären von technischen Problemen
  • Ab 18:00 beginnt die Vollversammlung

Wenn ihr teilnehmen wollt, meldet Euch unter kontakt[ät]ernaehrungsrat-berlin.de an (Betreff: Vollversammlung), Ihr bekommt dann die Zugangsdaten geschickt.

Auf der Agenda der Vollversammlung:

  • Begrüßung mit kurzweiliger Kennenlern- und Austauschrunde
  • Update zu Projekten und Mitmachmöglichkeiten
    • LebensMittelPunkte und das FoodSHIFT-Projekt
    • Aktionskonferenz zur klimagerechten Ernährungswende
    • Pläne zur Teilhabe am ernährungspolitischen Diskurs und den Zugang zu gutem Essen für alle
    • Netzwerk der Ernährungsräte
    • Bürger*innenräte
  • Sprecher*innenkreis: Die Verschiebung der Wahl und wie es weitergeht
  • Austausch und Diskussion zu Covid-19 und dem Ernährungssystem
  • Markt der Möglichkeiten
  • Gemeinsamer Online-Ausklang mit Erfrischungsgetränken, Snacks und Quiz

Was braucht Ihr für die Teilnahme?

Ihr braucht die Zugangsdaten (meldet euch wie oben beschrieben an, dann bekommt Ihr sie geschickt), einen Rechner mit Mikrofon und möglichst mit Video und Headset oder ein Telefon.

Außerdem solltet Ihr folgendes dabei haben: Erfrischungsgetränke und Snacks für den gemeinsamen Ausklang und für zwischendurch, ggf. Eure kurzen Beiträge für den Markt der Möglichkeiten und natürlich Lust, Euch Online über die Ernährungswende zu unterhalten!

Sprecher*innenwahlen verschoben

Alle zwei Jahre wird der Sprecher*innenkreis auf der Vollversammlung von allen Engagierten und Aktiven des Ernährungsrats neu gewählt: Eigentlich hatten wir unsere nächste Wahlversammlung für den 18. Mai geplant. Wir haben uns mit Online-Wahlen befasst, den Aufruf zur Kandidatur verbreitet, uns per Video mit Aktiven und Engagierten des Ernährungsrats besprochen und wir sind digital mit (potenziellen) Kandidat*innen in Kontakt getreten. Und nun haben wir beschlossen: Wir verschieben die Wahlen auf unsere Herbst-Vollversammlung (Oktober 2020). Wahlen sind online schwer zu realisieren, und bei vielen Menschen sind verständlicherweise gerade andere Dinge oben auf der Agenda, so dass sie weder ans Kandidieren noch ans Wählen denken. Doch einerseits braucht der Berliner Ernährungsrat einen möglichst vielseitig besetzten und hochmotivierten Sprecher*innenkreis, und andererseits eine breite Basis, die sich zur Stimmabgabe zusammenfindet. Beides scheint uns im Moment nicht zufriedenstellend realisierbar.

Die Verschiebung der Wahl heißt aber nicht, dass Eure Kandidatur aufgeschoben werden soll – im Gegenteil! Unser Aufruf dazu bleibt deshalb voll in Kraft!

Vollversammlung am 18. Mai

Aktiv sein und bleiben müssen wir aber dennoch gerade jetzt! Corona stellt uns alle vor große Herausforderungen, gleichzeitig wachsen aber auch die Chancen, Dinge in Zukunft anders zu machen. Deshalb findet unsere Vollversammlung am 18. Mai (17:30-20:30) trotzdem statt – einfach per Videokonferenz. Auf der Agenda:

  • Austausch zu Corona und Ernährungswende
  • Unsere für November geplante Aktionskonferenz zur klima- und sozial gerechten Ernährungswende
  • Unsere Pläne, die Teilhabe am ernährungspolitischen Diskurs und den Zugang zu gutem Essen für alle zu ermöglichen
  • LebensMittelPunkte: Stand der Dinge und nächste Schritte in verschiedenen Kiezen.

Wir werden Formate vorbereiten, die das Online-Zusammenkommen effektiv und kurzweilig machen. Es wird Raum geben, um Mitmachmöglichkeiten für die nächsten Monate zu besprechen  und wir haben Pläne für ein Get-Together der anderen Art – immerhin war der informelle Austausch bei Vollversammlungen bisher ein wichtiger Bestandteil des Programms!

Meldet euch unter kontakt@ernaehrungsrat-berlin.de an, wir schicken euch die Zugangsdaten.

Sprecher*innen plaudern aus dem Nähkästchen!

kleine Figuren stehen vor Zetteln mit Stichwörtern wie saisonal & regional, gemeinsam entscheiden, gutes Essen für alle, organisieren & vernetzen

Du willst aktiv werden für gutes, gerecht geteiltes Essen in Berlin? Du überlegst, für den Sprecher*innenkreis zu kandidieren, hast aber noch Fragen? Nimm an unseren Nähkästchen-Gesprächen teil!

Du willst die Ernährungswende aktiv (mitgestalten)? Die Wahl zum neuen Sprecher*innenkreis im Ernährungsrat Berlin ist Deine Chance: Kandidiere jetzt!

Für alle, die sich noch nicht so genau vorstellen können, was der Sprecher*innenkreis eigentlich macht, bieten wir zwei Termine an. Hier kannst du mit erfahrenen Sprecher*innen reden und alle Deine offenen Fragen loswerden:

  • Dienstag 28. April | 19:00-20:30
  • Dienstag 5. Mai | 17:00-18:30

Natürlich alles Online! Melde Dich bei inka.lange[ät]ernaehrungsrat-berlin.de an und Du bekommst die Zugangsdaten zugeschickt.

Jetzt kandidieren!

Du bist schon entschieden? Dann melde Deine Kandidatur für den Sprecher*innenkreis des Ernährungsrats Berlin an! Die Wahl findet bei unserer Herbst-Vollversammlung im Oktober 2020 statt. Bitte lass Dich von der gegenwärtigen Lage nicht von einer Kandidatur abhalten, denn gerade jetzt wachsen die Chancen, Dinge in Zukunft anders zu machen.

Mehr Info zur Sprecher*innenwahl gibt es hier.

Sprecher*innen-Wahl: Infos für Kandidat*innen

Alle zwei Jahre wird der Sprecher*innenkreis auf der Vollversammlung von allen Engagierten und Aktiven des Ernährungsrats neu gewählt: Eigentlich sollte die nächste Wahl im Mai stattfinden. Corona macht dies gerade schwierig – deshalb werden wir unsere dritten Sprecher*innenwahlen auf die Herbst-Vollverammlung (Oktober 2020) verschieben.

Kandidiere kannst Du dennoch ab sofort: Nutze Deine Chance, den Ernährungsrat, seine Positionen und Aktivitäten aktiv mitzugestalten! Gemeinsam erreichen wir die Ernährungswende!

“Ein zukunftsfähiges Ernährungssystem kann nur über die Einbindung aller gesellschaftlichen Akteure entstehen. Dafür setze ich mich ein und mobilisiere Menschen mit Migrationshintergrund.”
(Gülcan Nitsch, Yeşil Çember, Sprecherin 2018-2020)

Was musst Du tun, um zu kandidieren?  

Deine Kandidatur meldest Du bitte per Mail an kontakt@ernaehrungsrat-berlin.de an. Sie muss mindestens folgende Information enthalten (insgesamt ca. 1000 Zeichen):

  • Name
  • Kurze Selbstbeschreibung
  • am besten mit Portrait-Foto
  • Interessen, Tätigkeiten und Erfahrungen im Themenfeld Ernährung, ggfs. Zugehörigkeit zu Organisationen/Initiativen/Projekten aus dem Ernährungsbereich und evtl. weitere Ämter
  • Was willst Du bewegen? Was ist Deine Idee davon, wie Du Dich für die Ernährungswende 2030 einsetzen könntest, insbesondere in den schon geplanten Arbeitsschwerpunkten (s.u.)?

Verbunden mit der Kandidatur gibst Du uns Deine Zustimmung, dass wir Deine Profil-Informationen (mit Ausnahme üblicherweise datenschutzrelevanter Details) auf der Webseite bekannt machen dürfen: Hier werden aktuelle Kandidat*innen vorgestellt.

„Essen ist politisch und die Ernährungs- und Agrarwende braucht Euch. Bewerbt Euch als Sprecher*in für den Berliner Ernährungsrat! Die Mitarbeit macht Spaß und bringt uns gemeinsamen Erfolgen näher.”
(Reinhild Benning, Agrarexpertin bei German Watch, Sprecherin 2016-2018)

Warum solltest Du kandidieren?

Weil wir uns gegenseitig brauchen!

Wir brauchen Dich, weil auch eine starke Bewegung von neuen Kräften profitiert. Und weil neue Mitstreiter*innen frischen Wind und neue Impulse mitbringen, ohne die eine produktive Weiterentwicklung nicht auskommt.

Und Du brauchst uns, wenn Du Deine ernährungspolitischen Ziele Seite an Seite mit Gleichgesinnten in einer starken Gemeinschaft verwirklicht sehen willst! Weil wir zusammen mehr bewegen als Du allein schaffen kannst.

Schau Dir hier an, was wir an Grundlagen schon geschaffen haben. Und hier, was wir im Moment tun und an Weiterem vorhaben:

  • Für den Herbst 2020 planen wir eine große Aktionskonferenz. Sie soll eine  praxistaugliche, ergebnisorientierte „Roadmap“ schreiben helfen für unser Ziel einer klima- und sozial gerechten Ernährungswende für Berlin bis 2030!  Dazu werden wir Akteur*innen und Expert*innen der Ernährungswende und anderer Tranformationsbewegungen zusammenbringen, um Handlungsansätze und Aktivitäten in verschiedenen Handlungsfeldern herauszufiltern. Dabei sollen unter anderem innovative Formate und Konzepte ausprobiert und diskutiert werden und unsere gemeinsam erarbeiteten Handlungsziele durch neue Bündnisse und Koalitionen gestärkt in die Breite gebracht werden.
  • Wir wollen unsere Idee der LebensMittelPunkte (als zentrale Orte der Ernährungswende) weiter entwickeln und live an einem neuen Standort im Wedding ausprobieren.
  • Wir wollen Initiatoren werden für Bürger*innenräte, um mehr demokratische Mitsprache – nicht nur – an der Berliner Ernährungspolitik zu ermöglichen.
  • Wir befassen uns weiter mit der Grundsatzfrage, wie Zugang zu gutem Essen für alle möglich ist und durchgesetzt werden kann und entwickeln Aktivitäten, um erste konkrete Teilhabemöglichkeiten zu schaffen.
  • Wir bleiben im bundesweiten und internationalen Netzwerk  der Ernährungsräte aktiv und eng verbunden mit verwandten Initiativen.

Was „kostet“ Dich das Sprecher*innenamt an Zeit und Arbeit?

Aus dem Sprecher*innenkreis heraus finden inhaltliche Richtungsweisung und die Initiierung von Aktivitäten und Projekten – wie z.B. die Ausarbeitung von Forderungspapieren oder die Vorbereitung von Veranstaltungen – statt. Die Umsetzung ist aber nicht allein Aufgabe der Sprecher*innen. Sie wird regelmäßig und kontinuierlich durch die hauptamtliche Koordinationsstelle und weitere ehrenamtlich Engagierte in themenbezogenen Arbeitsgruppen unterstützt.

Du solltest Dir genug Zeit nehmen können, regelmäßig an Sprecher*innenkreissitzungen teilzunehmen (ca. alle 6-8 Wochen) und darüber hinaus Deine Ideen und Kompetenzen in Aktivitäten oder Projekte einzubringen, die Dir liegen. Und Du solltest bereit sein, Verantwortung für einzelne Aufgabenbereiche zu übernehmen. Das sind in der Regel mindestens 6-8 Stunden monatlich als Basis. Dazu kommen ggfs. weitere in den Projekten Deines Interesses und für die Verantwortungsbereiche Deiner Wahl.

Welche Art von Aktivitäten erwarten Dich als Sprecher*in?

Gemeinsam mit der hauptamtlichen Koordinationsstelle organisieren wir Schreibwerkstätten, öffentliche Diskussionen und Anhörungen, um Positionen und Forderungen zu entwickeln.

Wir treffen uns mit Politiker*innen und vertreten unsere Forderungen im politischen Prozess. Wir machen Öffentlichkeitsarbeit und bauen Druck auf für die Ernährungswende.

Wir organisieren Veranstaltungen und Workshops, um die nächsten Schritte dorthin zu planen und Projekte wie die oben aufgezählten zu initiieren.

Wir bringen unsere Positionen auf Kongressen und Tagungen ein und gestalten so den ernährungspolitischen Diskurs mit.

Wir öffnen Räume für den Austausch zwischen diversen Akteuren des Ernährungssystems. Wir diskutieren, wie wir die Ernährungswende voranbringen können und überlegen, wie wir möglichst viele Menschen als Mitstreiten gewinnen können.

Wir sind im Gespräch mit anderen Ernährungsräten, helfen Gründungsinitiativen mit Rat und Tat und lernen im Netzwerk voneinander.

Kommt mit uns auf die Straße! Wir haben es satt!-Demo (18. Januar)

Kommt am Samstag 18. Januar mit uns auf die Straße: Für eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung, für insektenfreundliche Landschaften und globale Solidarität. Bei der 10. Wir haben es satt!-Demo im Januar fordern wir mit Zehntausenden auf der Straße:

Agrarwende anpacken, Klima schützen – Wir haben die fatale Politik satt!

2020 stehen wichtige Entscheidungen für die Landwirtschaft und für das Klima an: Bei der EU-Agrarreform entscheidet sich, ob mit den Milliarden-Subventionen die Agrarwende gestemmt und das Insektensterben gestoppt werden kann. Mit einem Veto gegen das Mercosur-Freihandelsabkommen kann Deutschland mithelfen, die Feuer am Amazonas einzudämmen. Und für echten Klimaschutz müssen wir die Bundesregierung auch 2020 weiter unter Druck setzen. Weil die Politik blockiert, rennt uns die Zeit weg. Macht endlich eine Politik, die uns eine Zukunft gibt!

Schnappt euch euren Kochtopf und schlagt mit uns Alarm für die Agrar- und Ernährungswende! Los geht’s um 12:00 mit der Auftaktkundgebung am Brandenburger Tor. Alle, die im Ernährungsräte-Block mitlaufen wollen, treffen sich 12 Uhr am Brandenburger Tor (Tiergarten-Seite, hier die Koordinaten). Wir haben ein Banner und einige Ernährungsrat-Schürzen, bringt gerne noch eure eigenen Plakate und Botschaften mit.

Hier geht’s zum FB-Event.

Lasst euch ebenfalls das weitere Programm nicht entgehen:

Vernetzungstreffen der Ernährungsräte: 17. Januar 13:00-17:30: Aus allen Teilen der Republik und darüber hinaus kommen Ernährungsrätler angereist. Wir wollen die Chance nutzen und nicht nur auf der Demo selbst gemeinsam laufen, sondern uns am Vortag der Demo über die Pläne des Netzwerks und gemeinsame Aktivitäten austauschen. Meldet euch bitte unter kontakt[ät]ernaehrungsrat-berlin.de an, der Platz ist begrenzt

Schnippeldisko: Freitag 17. Januar ab 17:00: Am Demo-Vorabend geht die Schnippeldisko in die 9. Runde. Es wird getanzt, getalkt und geschnippelt für das Klima und gegen Lebensmittelverschwendung. An dem Abend warten wieder 1,5 Tonnen krummes und ungewolltes Gemüse aus Brandenburg auf euch. Wie immer wird aus dem geschnippelten Gemüse eine vegane Suppe zum sofortigen Verspeisen und für die Demo am nächsten Tag gekocht. Fläming Kitchen sei Dank! Hier geht’s zum FB-Event: https://www.facebook.com/events/295314784718996/

Soup & Talk: Samstag 18. Januar 15:30-19:30: In langjähriger Tradition findet Soup & Talk im Anschluss an die Demo in der Heinrich-Böll-Stiftung statt. Ein gemütliches Zusammenkommen, zum Aufwärmen, thematischen Austausch und Vernetzen. Dazu gibt’s kurzweilige Präsentationen von verschiedensten Initiativen, die ihre Arbeit, ihre Ideen und ihre Aktivitäten vorstellen. Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8. Hier gibt’s mehr Info: https://www.wir-haben-es-satt.de/informieren/programm/soup-talk/

Und zuletzt noch:

Schon über eine Treckerpatenschaft nachgedacht? Unterstützt die Bäuerinnen und Bauern!

Es ist toll, dass sich viele Bäuerinnen und Bauern für einen Wandel in der aktuellen Agrarpolitik einsetzen. Aus ganz Deutschland machen sie sich mit ihren Schleppern auf den Weg zur Demo. Dort senden sie gemeinsam mit der Bevölkerung ein unmissverständliches Signal an die Bundesregierung – für eine bäuerliche, ökologischere und fairer bezahlte Landwirtschaft. Dieses Engagement kostet die Bäuerinnen und Bauern nicht nur viel Zeit, sondern auch eine Menge Geld. Unterstützt sie dabei: Werdet Treckerpat*in! Hier gibt’s alle Infos: https://www.wir-haben-es-satt.de/unterstuetzen/treckerpatenschaft/

Newsletter Dezember 2019

2019 haben wir einiges geschafft: Wir haben uns immer wieder in den ernährungspolitischen Diskurs eingemischt, uns mit Senator Dirk Behrendt und Staatsekretärin Gottstein über die Ernährungsstrategie und regionale Schulverpflegung unterhalten, mit Kantinenbetreibern Erzeuger*innen besucht, über Zugang zu gutem Essen für alle diskutiert und gemeinsam mit Migrant*innen mit regionalen Zutaten internationale Gerichte gekocht. Rückblick, Ausblick, Weitblick und eine Bitte um Unterstützung!

Wir brauchen Eure Unterstützung in klingender Münze!

Bisher finanzieren wir unsere Arbeit fast ausschließlich über Projektanträge. Es wird jedoch immer schwieriger, Gelder für politische Arbeit zu erhalten. Und viele unserer regelmäßigen Aktivitäten lassen sich nicht gut als „Projekt“ formulieren und sind daher nicht förderfähig: unsere Lobbyarbeit, unsere Projekt- und Strategiewerkstätten, und nicht zuletzt auch unsere Vollversammlungen. Institutionelle Förderung, die ja selbst Bundes- und Landes-Grüne für Ernährungsräte fordern, ist leider bisher auch keine in Sicht! Wir brauchen also Eure Unterstützung, denn fürs nächste Jahr fehlen uns noch 10.000 Euro!

Unten haben wir einen Ausblick auf unsere Pläne für 2020 zusammengestellt. Für deren Umsetzung brauchen wir dringend finanzielle Hilfe! Wir wollen unabhängig und und unseren Zielen ohne Abstriche treu bleiben. Deshalb bitten wir euch, unterstützt unsere Arbeit mit einer Spende oder als Förder*in! Als Förder*in helft ihr uns regelmäßig. Diese Art Spenden ist für uns besonders hilfreich, weil sie unsere Arbeit langfristig sichert und wir besser planen können. Da wir als gemeinnützig anerkannt sind, dürfen wir auch Spendenbescheinigungen ausstellen.

Jetzt Spenden!

Ausblick: Unsere Pläne für 2020

Für uns ist klar: Wir brauchen eine Ernährungswende, die unser Essen klimaneutral und für alle erreichbar macht. Deswegen sind unsere Kernthemen für die Zukunft: Klimagerechtigkeit und Zugang zu gutem Essen für alle!

Für den kommenden Herbst planen wir eine große Aktionskonferenz mit dem Arbeitstitel Vision 2030: Ganz Berlin isst gut und klimafreundlich. Bei der Konferenz sollen die Dimensionen des notwendigen Wandels für eine Ernährungswende in Berlin sichtbar werden und ein Kompass für die notwendigen Veränderungen erarbeitet werden. Gemeinsam sollen konkrete Vorstellungen entstehen, was nötig ist, damit die sozialökologische Ernährungswende in Berlin rasch in Schwung kommt und tatsächlich gelingen kann. Wir wollen Handlungsansätze und Aktivitäten herausfiltern, innovative Formate und Konzepte konsolidieren und über neue Bündnisse und Koalitionen in die Breite zu bringen.

Außerdem vertiefen wir unsere Arbeit an LebensMittelPunkten als zentrale Orte, an denen die Ernährungswende für alle greifbar wird. Wir bleiben weiter dran an der Idee eines LebensMittelPunktes im Flughafengebäude Tempelhof – dem Ernährungscampus. Weil sich die Tempelhof-Sanierung aber ziehen wird (mehr Info dazu weiter unten in diesem Newsletter), starten wir gleichzeitig im Wedding schon mal durch: gemeinsam mit dem Baumhaus in der Gerichtsstraße planen wir einen „Inkubator“, bei dem wir einen LebensMittelPunkt mit seinen vielen Facetten einfach mal temporär umsetzen und daraus einen Leitfaden entwickeln. Und auch an vielen anderen Orten in Berlin entwickeln sich LebensMittelPunkt-Initiativen: wir vernetzen, fördern den Austausch und arbeiten gemeinsam an Konzepten, die für alle funktionieren!

Eine Forderung, die wir schon in unserem Forderungskatalog Ernährungsdemokratie für Berlin formuliert haben, ist die Einrichtung von Bürger*innenräten. Wir sind dabei, zu diesem Format zu recherchieren, Vorbilder kennenzulernen, etwa aus Irland oder Österreich und wir haben uns mit einer Expertin getroffen, die in Deutschland an der Durchführung von Bürger*innenräten beteiligt war, die der Verein Mehr Demokratie e.V. initiiert hat. Wir glauben, dass dieses innovative Format zur Bürgerbeteiligung (bei dem Bürger*innen per Zufallsauswahl zur Diskussion bestimmter Fragestellungen eingeladen werden) viel besser und repräsentativer als andere tatsächlich zu mehr Demokratie auch in unserem Ernährungssystem führen könnte und wollen deshalb dafür sorgen, das eine entsprechende Initiative dazu auf den Weg kommt. Durchführen würde der Ernährungsrat dies nicht selbst. Aber wir können die Expertise zur Entwicklung der Fragestellungen einbringen und das Verfahren öffentlichkeitswirksam begleiten. Die bisherige Miniarbeitsgruppe wünscht sich deshalb noch Verstärkung – meldet euch unter kontakt@ernaehrungsrat-berlin.de.

Im Frühjahr 2020 steht außerdem erneut die Wahl des Sprecher*innenkreises an. Haben euch die geplanten Aktivitäten Lust gemacht? Habt ihr Lust, die Umsetzung aktiv zu begleiten und zu lenken – oder noch ganz andere Aktivitäten zu initiieren? Wollt ihr euch mit aktuellen ernährungspolitischen Fragen und Entwicklungen befassen und die Positionsentwicklung des Ernährungsrats voranbringen? Wenn ihr ein wenig Zeit und Energie mitbringt, um euch gemeinsam mit Nachdruck für die Ernährungswende einzusetzen, dann überlegt euch, ob die Rolle als Sprecher*in vielleicht etwas für euch sein könnte! Wir werden demnächst zur Kandidatur aufrufen. Fragen schon jetzt gerne an kontakt@ernaehrungsrat-berlin.de

Weitblick – oder auch nicht? Was die städtische Ernährungspolitik macht

Im Koalitionsvertrag der rot-rot-grünen Regierung ist es verankert: eine „zukunftsfähige und regional gedachte Ernährungsstrategie“ für Berlin soll entwickelt werden. Nun hat Senator Behrendt endlich seinen „Aktionsplan“ mit acht Handlungsfeldern dazu veröffentlicht. Wir finden: die Skizzierung ist sicher grundsätzlich nützlich für das Vorankommen einer Ernährungswende in Berlin. Allerdings fehlt dem Aktionsplan der strategische Weitblick: wo sind das klar erkennbare, übergeordnete Ziel ebenso wie die strategische Einordnung in einen entsprechend zielorientierten Umsetzungsplan?

Eine Strategie, die jetzt die entscheidenden Weichen stellen will für die Ernährungswende in und um Berlin, muss den Mut zu einer ambitionierten und konkreten Roadmap mit klarer ernährungspolitischer Zielstellung aufbringen. Wir fordern: Einbettung des Aktionsplans in eine echte Strategie mit klarem Bekenntnis zur klimagerechten Ernährungswende bis 2030.

Ebenfalls unbeantwortet bleibt in den gegenwärtigen Senatsplänen leider die soziale Dimension des Themas: Die große Frage nach der Zukunftsfähigkeit, danach also, wie und woher eine Stadt wie Berlin alle seiner Bewohner*innen im Jahre 2030 mit guter Nahrung versorgen wird.

Hier ist unsere Pressemitteilung zum Aktionsplan.

Rückblick: Was wir in den letzten Monaten gemacht haben

Durch die im Frühjahr 2019 gestartete Podcast-Reihe „Wir sind schon mal los! Ernährungswende live“ stellt der Ernährungsrat seine Forderungen im Einzelnen vor durch das Porträtieren von Menschen, die bereits diese Forderungen durch ihre Arbeit umsetzen. Auf diese Weise lassen wir die Forderungen sozusagen auf dem Weg vom „Mund ins Ohr“ für Euch lebendig werden. In der neuen Folge stellt sich der Berliner Ernährungsrat selbst vor: wer sind wir, was wollen wir erreichen und welchen Herausforderungen sehen wir uns gegenüber? Hier kann man die Folge anhören und hier gibt’s mehr Infos zur Folge über den Berliner Ernährungsrat und den Interviewpartner*innen.

Essen verbindet über kulturelle Grenzen hinweg – daher haben wir das Projekt „Alle an einen Tisch“ in Leben gerufen. Es bringt Geflüchtete aus Unterkünften mit der Nachbarschaft zusammen an den Mittagstisch. Es wird gemeinsam vorbereitet, gekocht und gegessen, und dies soweit möglich, mit geretteten und regionalen Lebensmitteln. Zwischen Oktober und Dezember 2019 haben wir insgesamt sechs Mittagstische veranstaltet, drei in der Kulturmarkthalle Berlin (Hanns-Eisler-Str. 93) und drei im Wohnheim für Geflüchtete in Falkenberg . Es hat riesigen Spaß gemacht! Hier gibt’s ein paar Eindrücke in Bildern.  

Die Klimakrise ist natürlich nicht erst nächstes Jahr Thema für uns: Am 20. September und am 29. November haben wir uns an den globalen Klimastreiktagen beteiligt. Und beim Klimatag Berlin am 27. Oktober haben wir und mit den Besucher*innen über klimagerechte Ernährung unterhalten. Hier gibt es einen kurzen Bericht.

Zusammen mit thf.vision planen wir außerdem weiter an der Idee eines LebensMittelPunktes im Flughafengebäude Tempelhof – dem Ernährungscampus. Im Gebäudeteil K2 wollen wir einen Experimentier-, Forschungs-.und Bildungsort, wo eine klimaneutrale, gerechte Ernährungsweise ausprobiert, erforscht und vorangetrieben wird und wo die Berliner Bevölkerung für das Thema begeistert werden soll. Gemeinsam haben wir bereits mehrere Workshops veranstaltet, um den Ernährungscampus vorzubereiten. Die Zivilgesellschaft sitzt also in den Startlöchern – nun macht der Senat aber eine Vollbremsung: Weil die Grundsubstanz marode ist, hat die Tempelhof Projekt GmbH (TP), ein hunderprozentiges Tochterunternehmen des Landes, erst einmal alle Fortschrittsmöglichkeiten gestoppt. Im Koalitionsvertrag steht zum Flughafengebäude Tempelhof: „Das Nutzungskonzept wird partizipativ entwickelt und soll bereits parallel zu den notwendigen Sanierungsmaßnahmen Nutzungen und einen Gedenkort ermöglichen.“ Doch nun sollen die Bürger*innen offenbar erst einmal 5 bis 15 Jahre vor der Tür warten, bis sie sich wieder äußern dürfen. Wir fordern, dass der Ernährungscampus Priorität bekommt. Wir brauchen Eure Unterstützung in klingender Münze!

Bisher finanzieren wir unsere Arbeit fast ausschließlich über Projektanträge. Es wird jedoch immer schwieriger, Gelder für politische Arbeit zu erhalten. Und viele unserer regelmäßigen Aktivitäten lassen sich nicht gut als „Projekt“ formulieren und sind daher nicht förderfähig: unsere Lobbyarbeit, unsere Projekt- und Strategiewerkstätten, und nicht zuletzt auch unsere Vollversammlungen. Institutionelle Förderung, die ja selbst Bundes- und Landes-Grüne für Ernährungsräte fordern, ist leider bisher auch keine in Sicht!

Unten haben wir einen Ausblick auf unsere Pläne für 2020 zusammengestellt. Für deren Umsetzung brauchen wir dringend finanzielle Hilfe! Wir wollen unabhängig und und unseren Zielen ohne Abstriche treu bleiben. Deshalb bitten wir euch, unterstützt unsere Arbeit mit einer Spende oder als Förder*in! Als Förder*in helft ihr uns regelmäßig. Diese Art Spenden ist für uns besonders hilfreich, weil sie unsere Arbeit langfristig sichert und wir besser planen können. Da wir als gemeinnützig anerkannt sind, dürfen wir auch Spendenbescheinigungen ausstellen.

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Ausblick: Unsere Pläne für 2020

Für uns ist klar: Wir brauchen eine Ernährungswende, die unser Essen klimaneutral und für alle erreichbar macht. Deswegen sind unsere Kernthemen für die Zukunft: Klimagerechtigkeit und Zugang zu gutem Essen für alle!

Für den kommenden Herbst planen wir eine große Aktionskonferenz mit dem Arbeitstitel Vision 2030: Ganz Berlin isst gut und klimafreundlich. Bei der Konferenz sollen die Dimensionen des notwendigen Wandels für eine Ernährungswende in Berlin sichtbar werden und ein Kompass für die notwendigen Veränderungen erarbeitet werden. Gemeinsam sollen konkrete Vorstellungen entstehen, was nötig ist, damit die sozialökologische Ernährungswende in Berlin rasch in Schwung kommt und tatsächlich gelingen kann. Wir wollen Handlungsansätze und Aktivitäten herausfiltern, innovative Formate und Konzepte konsolidieren und über neue Bündnisse und Koalitionen in die Breite zu bringen.

Außerdem vertiefen wir unsere Arbeit an LebensMittelPunkten als zentrale Orte, an denen die Ernährungswende für alle greifbar wird. Wir bleiben weiter dran an der Idee eines LebensMittelPunktes im Flughafengebäude Tempelhof – dem Ernährungscampus. Weil sich die Tempelhof-Sanierung aber ziehen wird (mehr Info dazu weiter unten in diesem Newsletter), starten wir gleichzeitig im Wedding schon mal durch: gemeinsam mit dem Baumhaus in der Gerichtsstraße planen wir einen „Inkubator“, bei dem wir einen LebensMittelPunkt mit seinen vielen Facetten einfach mal temporär umsetzen und daraus einen Leitfaden entwickeln. Und auch an vielen anderen Orten in Berlin entwickeln sich LebensMittelPunkt-Initiativen: wir vernetzen, fördern den Austausch und arbeiten gemeinsam an Konzepten, die für alle funktionieren!

Die Agrarwende anpacken werden wir auch wieder am 18. Januar 2020. Gemeinsam mit  Zehntausenden gehen wir auf die Straße und fordern eine Agrarwende, die das Klima wirksam schützt! Seid Teil einer bunten, vielfältigen und lautstarken Bewegung für die Agrarwende und kommt mit uns zur Wir Haben Es Satt-Demo!Hier geht’s zum Demo-Aufruf. Gemeinsam mit Ernährungsräten aus anderen Regionen werden wir uns zu einem „Block der Ernährungsräte“ zusammenschließen. Wir treffen uns wie immer um 12 Uhr am Brandenburger Tor (Tiergarten-Seite, hier die Koordinaten)

Eine Forderung, die wir schon in unserem Forderungskatalog Ernährungsdemokratie für Berlin formuliert haben, ist die Einrichtung von Bürger*innenräten. Wir sind dabei, zu diesem Format zu recherchieren, Vorbilder kennenzulernen, etwa aus Irland oder Österreich und wir haben uns mit einer Expertin getroffen, die in Deutschland an der Durchführung von Bürger*innenräten beteiligt war, die der Verein Mehr Demokratie e.V. initiiert hat. Wir glauben, dass dieses innovative Format zur Bürgerbeteiligung (bei dem Bürger*innen per Zufallsauswahl zur Diskussion bestimmter Fragestellungen eingeladen werden) viel besser und repräsentativer als andere tatsächlich zu mehr Demokratie auch in unserem Ernährungssystem führen könnte und wollen deshalb dafür sorgen, dass eine entsprechende Initiative dazu auf den Weg kommt. Durchführen würde der Ernährungsrat dies nicht selbst. Aber wir können die Expertise zur Entwicklung der Fragestellungen einbringen und das Verfahren öffentlichkeitswirksam begleiten. Die bisherige Miniarbeitsgruppe wünscht sich deshalb noch Verstärkung – meldet euch unter kontakt@ernaehrungsrat-berlin.de.

Im Frühjahr 2020 steht außerdem erneut die Wahl des Sprecher*innenkreises an. Haben euch die geplanten Aktivitäten Lust gemacht? Habt ihr Lust, die Umsetzung aktiv zu begleiten und zu lenken – oder noch ganz andere Aktivitäten zu initiieren? Wollt ihr euch mit aktuellen ernährungspolitischen Fragen und Entwicklungen befassen und die Positionsentwicklung des Ernährungsrats voranbringen? Wenn ihr ein wenig Zeit und Energie mitbringt, um euch gemeinsam mit Nachdruck für die Ernährungswende einzusetzen, dann überlegt euch, ob die Rolle als Sprecher*in vielleicht etwas für euch sein könnte! Wir werden demnächst zur Kandidatur aufrufen. Fragen schon jetzt gerne an kontakt@ernaehrungsrat-berlin.de.


Weitblick – oder auch nicht? Was die städtische Ernährungspolitik macht

Im Koalitionsvertrag der rot-rot-grünen Regierung ist es verankert: eine „zukunftsfähige und regional gedachte Ernährungsstrategie“ für Berlin soll entwickelt werden. Nun hat Senator Behrendt endlich seinen „Aktionsplan“ mit acht Handlungsfeldern dazu veröffentlicht. Wir finden: die Skizzierung ist sicher grundsätzlich nützlich für das Vorankommen einer Ernährungswende in Berlin. Allerdings fehlt dem Aktionsplan der strategische Weitblick: wo sind das klar erkennbare, übergeordnete Ziel ebenso wie die strategische Einordnung in einen entsprechend zielorientierten Umsetzungsplan?

Eine Strategie, die jetzt die entscheidenden Weichen stellen will für die Ernährungswende in und um Berlin, muss den Mut zu einer ambitionierten und konkreten Roadmap mit klarer ernährungspolitischer Zielstellung aufbringen. Wir fordern: Einbettung des Aktionsplans in eine echte Strategie mit klarem Bekenntnis zur klimagerechten Ernährungswende bis 2030.
Ebenfalls unbeantwortet bleibt in den gegenwärtigen Senatsplänen leider die soziale Dimension des Themas: Die große Frage nach der Zukunftsfähigkeit, danach also, wie und woher eine Stadt wie Berlin alle seiner Bewohner*innen im Jahre 2030 mit guter Nahrung versorgen wird.

Hier ist unsere Pressemitteilung zum Aktionsplan.


Rückblick: Was wir in den letzten Monaten gemacht haben

Durch die im Frühjahr 2019 gestartete Podcast-Reihe „Wir sind schon mal los! Ernährungswende live“ stellt der Ernährungsrat seine Forderungen im Einzelnen vor durch das Porträtieren von Menschen, die bereits diese Forderungen durch ihre Arbeit umsetzen. Auf diese Weise lassen wir die Forderungen sozusagen auf dem Weg vom „Mund ins Ohr“ für Euch lebendig werden. In der neuen Folge stellt sich der Berliner Ernährungsrat selbst vor: wer sind wir, was wollen wir erreichen und welchen Herausforderungen sehen wir uns gegenüber? Hier kann man die Folge anhören und hier gibt’s mehr Infos zur Folge über den Berliner Ernährungsrat und den Interviewpartner*innen.

Essen verbindet über kulturelle Grenzen hinweg – daher haben wir das Projekt „Alle an einen Tisch“ in Leben gerufen. Es bringt Geflüchtete aus Unterkünften mit der Nachbarschaft zusammen an den Mittagstisch. Es wird gemeinsam vorbereitet, gekocht und gegessen, und dies soweit möglich, mit geretteten und regionalen Lebensmitteln. Zwischen Oktober und Dezember 2019 haben wir insgesamt sechs Mittagstische veranstaltet, drei in der Kulturmarkthalle Berlin und drei im Wohnheim für Geflüchtete in Falkenberg. Es hat riesigen Spaß gemacht! Hier gibt’s ein paar Eindrücke in Bildern.

Die Klimakrise ist natürlich nicht erst nächstes Jahr Thema für uns: Am 20. September und am 29. November haben wir uns an den globalen Klimastreiktagen beteiligt. Und beim Klimatag Berlin am 27. Oktober haben wir und mit den Besucher*innen über klimagerechte Ernährung unterhalten. Hier gibt es einen kurzen Bericht.

Zusammen mit thf.vision planen wir außerdem weiter an der Idee eines LebensMittelPunktes im Flughafengebäude Tempelhof – dem Ernährungscampus. Im Gebäudeteil K2 wollen wir einen Experimentier-, Forschungs-.und Bildungsort, wo eine klimaneutrale, gerechte Ernährungsweise ausprobiert, erforscht und vorangetrieben wird und wo die Berliner Bevölkerung für das Thema begeistert werden soll. Gemeinsam haben wir bereits mehrere Workshops veranstaltet, um den Ernährungscampus vorzubereiten. Die Zivilgesellschaft sitzt also in den Startlöchern – nun macht der Senat aber eine Vollbremsung: Weil die Grundsubstanz marode ist, hat die Tempelhof Projekt GmbH (TP), ein hunderprozentiges Tochterunternehmen des Landes, erst einmal alle Fortschrittsmöglichkeiten gestoppt. Im Koalitionsvertrag steht zum Flughafengebäude Tempelhof: „Das Nutzungskonzept wird partizipativ entwickelt und soll bereits parallel zu den notwendigen Sanierungsmaßnahmen Nutzungen und einen Gedenkort ermöglichen.“ Doch nun sollen die Bürger*innen offenbar erst einmal 5 bis 15 Jahre vor der Tür warten, bis sie sich wieder äußern dürfen. Wir fordern, dass der Ernährungscampus Priorität bekommt.


Wir wünschen allen ein entspanntes und geschmackvolles Jahresende!


Pressemitteilung: Wassersuppe statt Nährwert: Berliner Senatsplänen zur Ernährungswende fehlt der strategische Weitblick!

Justiz-Senator Behrendt, in dessen Ressort laut rot-rot-grünem Koalitionsvertrag eine „zukunftsfähige und regional gedachte Ernährungsstrategie“ für Berlin entwickelt werden soll, will am morgigen Mittwoch seinen im Abgeordnetenhaus gebilligten „Aktionsplan“ dazu veröffentlichen. Der Ernährungsrat Berlin beurteilt die darin enthaltene Skizzierung von Handlungsfeldern als grundsätzlich nützlich für das Vorankommen einer Ernährungswende in Berlin. Allerdings fehlt dem Vorschlag das klar erkennbare, übergeordnete Ziel ebenso wie die strategische Einordnung in einen entsprechend zielorientierten Umsetzungsplan.

Der Koalitionsvertrag sieht für die vorgesehene Entwicklung der Berliner Ernährungsstrategie ausdrücklich die „Zusammenarbeit“ mit dem Ernährungsrat Berlin vor. In dieser Rolle fordern wir: Einbettung des Aktionsplans in eine echte Strategie mit klarem Bekenntnis zur klimagerechten Ernährungswende bis 2030. Ebenfalls unbeantwortet bleibt in den gegenwärtigen Senatsplänen leider die soziale Dimension des Themas: Die große Frage nach der Zukunftsfähigkeit, danach also, wie und woher sich eine Stadt wie Berlin im Jahre 2030 mit guter Nahrung versorgen wird.

Allen Menschen Zugang zu gutem Essen zu ermöglichen, ist aus Sicht der Ernährungsrats zudem ein Ziel, das allein als bürokratisch organisierter Verwaltungsakt kaum zu erreichen sein wird. Dafür muss der Senat andere Wege gehen als bislang, auch im Diskurs mit der Zivilgesellschaft. Denn anders als der Koalitionsvertrag verspricht, fand diese bisher kaum ernsthaft Gehör und echte Mitsprachechancen.

Eine Strategie, die jetzt die entscheidenden Weichen stellen will für die Ernährungswende in und um Berlin, muss den Mut zu einer ambitionierten und konkreten Roadmap mit klarer ernährungspolitischer Zielstellung aufbringen. Ebenso wie für daran gekoppelte Meilensteine und Ressourcen (Personal, Budget). Nur das verdient dann wirklich die Bezeichnung Ernährungsstrategie. Die gegenwärtigen Pläne sehen zwar substanzielle Mittel für die Einrichtung der als zentral angesehenen „Kantine Zukunft Berlin“ vor, für weitere Maßnahmen in anderen Handlungsfeldern ist jedoch kaum Budget eingeplant (lediglich 0,2 Millionen Euro des bisher bekannten Gesamtbudgets von 1,4 Millionen Euro).

Der Ernährungsrat Berlin ist überzeugt: Die klimagerechte Ernährungswende kann nur gelingen, wenn vielfältiges Wissen und unterschiedliche Fähigkeiten in einen dynamischen Prozess einfließen und es gelingt, die Berliner Bevölkerung aktiv zu beteiligen. Dafür sind unterstützende Strukturen, die auf Ernährungsdemokratie zielen nötig, wie etwa ein Bürger*innenrat nach erprobtem Vorbild!

Der Ernährungsrat ist weiter gern bereit, seine Expertise in einen demokratisch und offen geführten Berliner ernährungspolitischen Dialog einzubringen. 

Weitere Infos unter:

Webseite Ernährungsrat Berlin: http://ernaehrungsrat-berlin.de/

Unser Forderungskatalog „Ernährungsdemokratie für Berlin! Wie das Ernährungssystem der Stadt demokratisch und zukunftsfähig relokalisiert werden kann“:  http://ernaehrungsrat-berlin.de/ernaehrungsdemokratie-fuer-berlin/

Nachfragen bei:

presse@ernaehrungsrat-berlin.de oder

Annette Jensen: 0170-2353115

Gundula Oertel: 0177-5701525

Christine Pohl: 0152-51655502