Einladung zur Online-Vollversammlung | 28.10. | 18-21 Uhr

Corona macht uns allen das Leben schwer. Im Mai hatten wir die Wahlen zum Sprecher*innenkreis auf die Herbst-Vollversammlung verschoben – und nun können wir für den 28. Oktober schon wieder nur zu einer Online-Versammlung einladen. Aber wir schmieden Pläne für eine Übergangsperiode, die wir gemeinsam mit den alten Sprecher*innen und den Kandidat*innen für die Neuwahlen gestalten wollen, bis wir uns wieder live treffen und wählen können.

Einladung zur Online-Vollversammlung am 28. Oktober

Ablauf

Ab 17:15 gibt es einen Einstieg für Neue: Was ist der Ernährungsrat und was machen wir?
Ab 17:45 ist der Raum für die Vollversammlung offen zum Ankommen
Ab 18:00 beginnt die Vollversammlung
Ende gegen 21:00

Auf der Agenda

Begrüßung mit kurzweiliger Kennenlern- und Austauschrunde
Alter Sprecher*innenkreis: Wie weiter & Pläne für eine Übergangsperiode bis zu den Wahlen
Update zu Projekten und Mitmachmöglichkeiten:
– Aktionskonferenz: 2030 ernährt sich Berlin klima- und sozial gerecht
– Brainstorming zu einer Straßenaktion
– LebensMittelPunkte und das FoodSHIFT-Projekt
– Aktivitäten zu den Berlin-Wahlen (Abgeordnetenhaus)
Markt der Möglichkeiten: Bringt Eure Themen ein!
Gemeinsamer Online-Ausklang mit Erfrischungsgetränken, Snacks & Quiz

Wenn Ihr teilnehmen wollt, meldet Euch unter kontakt@ernaehrungsrat-berlin.de an (Betreff: Vollversammlung), Ihr bekommt dann die Zugangsdaten geschickt. Ihr braucht einen Rechner mit Mikrofon und möglichst mit Video und Headset um teilzunehmen. Ihr könnt Euch auch per Telefon einwählen. Vergesst nicht, Euch ein Getränk bereit zu stellen!

Warum keine Online-Wahlen?

Wir haben intensiv über Online-Wahlen nachgedacht. Der amtierende Sprecher*innenkreis ist seit über zwei Jahren im Amt, einige sind schon von Anfang an dabei – aber keiner möchte im Amt „festkleben“. Im Gegenteil, wir wollen, dass auch neue Gesichter den Ernährungsrat mitgestalten können und frischen Wind in die Runde bringen.

Allerdings ist es nicht leicht, seriöse Wahlen online sicher und anonym so abzuhalten, dass nicht einfach jede*r mit einem Link mal eben so abstimmt. Der Ernährungsrat Berlin ist eine Plattform für ernährungsengagierte Menschen aus Berlin und der Region – doch finden Wahlen Online statt, ist nicht mehr beeinflussbar, von welchem Ort der Erde und mit welcher Motivation geklickt wird. Eine Authentifizierung der Wahlberechtigten wiederum ist durch den offenen Charakter des Ernährungsrats als Bewegung ohne feste Mitgliedschaft unmöglich – laut unserem Selbstverständnis darf jede*r und jede wählen und wir wollen und können niemanden nach dem Personalausweis fragen, bevor er oder sie abstimmen darf – zumal auch unklar wäre, wo die Grenze der „Region“ denn wäre.

Kurzum: Wir meinen, dass die Wahlen zum Sprecher*innenkreis des Ernährungsrat nur live stattfinden können, damit die gewählten Sprecher*innen hinterher auch wirklich das Vertrauen der ernährungsengagierten Menschen aus Berlin und der Region haben; und das Mandat, den Ernährungsrat zu vertreten.

Ich wollte eigentlich noch kandidieren – was nun? 

Immer her mit Deiner Kandidatur! Hier steht, was es dafür braucht. Wenn Du hinter den Zielen und Positionen des Ernährungsrats stehst, dann melde Dich auf jeden Fall – denn wir wollen gerne gemeinsam mit möglichen neuen Sprecher*innen die Übergangsphase gestalten, bis wir wieder live Wahlen abhalten können. Wie genau dieser Übergang aussehen kann, wissen wir noch nicht – sicher ist nur, dass wir nicht weiter im „eigenen Saft“ der bisher amtierenden Sprecher*innen braten wollen. Wir haben uns bereits mit allen in Verbindung gesetzt, die bisher ihre Kandidatur eingereicht hatten und melden uns auch bei Dir, wenn Du Deine einschickst. 

Anmeldung zur Online-Vollversammlung per Mail unter kontakt@ernaehrungsrat-berlin.de (Betreff: Vollversammlung), Ihr bekommt dann die Zugangsdaten geschickt. 

Öffentliche Diskussion: Zugang zu gutem Essen für alle

Gutes Essen sollte für alle Menschen – unabhängig von sozialer Klasse, Alter, Herkunft, Wohnsituation sowie von körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen – zugänglich sein. Am 6. Oktober 2020 haben wir alle an einen Tisch gebracht und den Zugang von marginalisierten Bevölkerungsgruppen am Berliner Ernährungssystem in den Fokus setzen. Ziel der Veranstaltung war es, die Herausforderungen des Ernährungsalltages in Berlin zu erkennen, gemeinsam Lösungen zu finden und Projekte zu entwickeln, um gutes Essen für alle verfügbar zu machen.

n einem Impulsvortrag sprach Dr. Andreas Aust vom Paritätischer Gesamtverband und Autor der Studie “Arm, abgehängt, ausgegrenzt. Eine Untersuchung zu Mangellagen eines Leben mit Hartz IV”  mit uns über Armut und Ernährung in Deutschland. Seine Präsentation findet sich hier.

In einem weiteren Impulsvortrag sprach Gülcan Nitsch von Yeşil Çember mit uns über Ernährung in den migrantischen Communities. Ihr Vortrag findet sich hier.

Im Anschluss wurde an fünf Thementischen an konkreten Handlungsansätzen und Projektideen gearbeitet:

Ernährung und Armut mit Sabine Werth, Berliner Tafel e.V.
Ernährung und Migration/Flucht mit Gülcan Nitsch, Yeşil Çember
Ernährung im Alter mit Katharina Brandt, Germanwatch
Vielfalt im Ernährungsrat Berlin mit Christine Pohl, Ernährungsrat Berlin e.V.
Vielfalt in solidarischen Landwirtschaften mit Jasmin Artelt

Ein ausführliches Protokoll der Veranstaltung und der Thementische findet sich hier. Im Anschluss an die Veranstaltung werden die Projektideen in einer Ideenküche und auf unserer Aktionskonferenz weiterentwickelt.

Diese Veranstaltung fand statt mit finanzieller Unterstützung durch die Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung.

Für die Inhalte ist allein der Ernährungsrat Berlin verantwortlich



Stellt Eure Projekte auf der Aktionskonferenz vor: Jetzt anmelden für den Inspirationskessel!

Gutes und klimafreundliches Essen für alle Berliner*innen – das ist unserer Vision! Auf der Aktionskonferenz „Wie ernährt sich Berlin 2030 klima- und sozialgerecht?“ bringen wir viele Menschen und Initiativen aus Berlin und Brandenburg zusammen, die etwas bewegen wollen. Damit möchten wir einen starken Impuls setzen.

Wir starten Projekte und geben dem Thema Ernährung politisches Gewicht. Auf der Aktionskonferenz vom 19.-21. November 2020 wird es auch eine Plattform für all jene geben, die bereits Projekte rund um das Thema zukunftsfähige Ernährung initiiert haben und ebenso wie wir wollen, dass es gemeinsam rasch vorangeht.

Habt Ihr einen Beitrag zur Ernährungswende in Berlin? Engagiert Ihr Euch bereits?

Am Samstag auf der Aktionskonferenz bekommt Ihr eine Bühne, Euer Engagement zu präsentieren. Meldet Euch bei uns bis zum 31. Oktober 2020, wenn Ihr dabei sein wollt. Bei Fragen könnt Ihr Euch gerne an uns wenden: inspirationskessel@ernaehrungsrat-berlin.de

Lasst uns der Politik zeigen, dass wir Viele in Berlin sind!

Um unserer Vision auch politisch Gewicht zu verleihen, interessieren uns auch Eure ernährungspolitischen Forderungen. Was muss sich aus Eurer Sicht ändern? Im Rahmen der Aktionskonferenz diskutieren wir mit Vertreter*innen aus Politik und verschiedenen Bewegungen darüber, wie eine rasche Umsetzung noch effizienter machbar ist.

Kooperationspartner der Aktionskonferenz sind:

Diese Veranstaltung findet statt mit finanzieller Unterstützung durch die Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung.

Für die Inhalte ist allein der Ernährungsrat Berlin verantwortlich

Forschungsprojekt „Städtische Ko-Produktion von Teilhabe und Gemeinwohl“

Wir sind am Forschungsvorhaben „Städtische Ko-Produktion von Teilhabe und Gemeinwohl: Aushandlungsprozesse zwischen zivilgesellschaftlichen Akteuren und städtischen Verwaltungen“ beteiligt und starten in diesem Rahmen einen Dialog mit dem Bezirk Friedrichshain/Kreuzberg. Ziel des Prozesses ist es, Möglichkeiten und Wege für die Schaffung eines LebensMittelPunktes im Bezirk zu errichten.

Das Forschungsprojekt betrachtet Aushandlungsprozesse um Teilhabeansprüche auf städtischer Ebene zwischen zivilgesellschaftlichen Akteuren und kommunalen Verwaltungen. Das wissenschaftliche Ziel des Forschungsprojektes ist es, herauszufinden, ob sich in diesen Kooperationsprozessen ein neues Governancemuster, ein neuer Umgang städtischer Verwaltungen mit zivilgesellschaftlichen Teilhabeforderungen abzeichnet. Damit trägt das Forschungsprojekt zur Fragestellung der Ausschreibung bei, ob und wie es in sich dynamisch wandelnden Gesellschaften gelingen kann, Legitimität für soziale, politische und ökonomische Ordnungen herzustellen.

Das Forschungsprojekt wird im Verbund zwischen dem Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) und dem Institut für Europäische Urbanisitik (IfEU) der Bauhaus-Universität Weimar durchgeführt. Der Ernährungsrat und der Bezirk Friedrichshain/Kreuzberg sind die Praxispartner für die Fallstudie „Umwelt“. Gefördert wird das Projekt durch das BMBF im Rahmen der Ausschreibung „Gemeinwohl und Teilhabe“.